Crazy Horse, Badlands National Park, Theodor Roosevelt N.P. Abraham Lincoln State Park - Reisen mit dem Reisemobil

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Reiseberichte > USA 2012

South Dakota haben wir ebenfalls 2007 besucht. Die erste Übernachtung auf dem Weg nach North Dakota machen wir im Wind Cave National Park. Die Strecke ging über Hot Spring, wo wir auch gut tanken konnten. Die Plätze in diesem Park sind sehr schief und wir sind wieder froh über die hydraulischen Stützen. Crazy Horse Memorial besichtigen wir am nächsten Tag. Es soll einmal das größte Monument der Welt werden. Dieser private Bau der Indianer ist seit Jahrzehnten im Bau und wird durch den Commerz rund herum finanziert. Mount Rushmore, mit den vier Köpfen der bekanntesten Präsidenten der USA liegt nicht weit entfernt. Ein Monument reicht uns in diesem Jahr! Wir fahren durch den Custer State Park. Plötzlich standen wir auf der sehr schmalen Serpentinenstraße vor einem Naturtunnel. - 10,7 feet hoch - Wir aber sind 11,4 feet hoch. Wenden ist unmöglich, hinter uns staut sich der Verkehr, also Rückwärts geht es ebenfalls nicht. Was nun? Augen zu und durch!!!! Alles ging gut. Wir wissen, dass die Angeben oft sehr ungenau sind. Die in Augenscheinnahme von Erna sagte mir hinter dem Steuer - es passt!
Einen Platz auf den acht Campingplätzen bekamen wir auch nicht, da es nur mit vorheriger Reservierung funktioniert, kein guter Tag. Also weiter in Richtung Badlands National Park.  Eine Bison Büffelherde am Ausgang vom Custer S.P. war der letzte Höhepunkt an diesem Tag. Dank Passport America fanden wir auf den sehr ruhigen 'Badlands Ranch RV' einen schönen Platz mit allen Facilitis.
Die Badlands erleben wir leider erneut nur mit bedecktem Himmel. Trotzdem fahren wir alle möglichen Viewpoints an. Bighorn Schafe am Abgrund sind dann auch ein Höhepunkt neben den erstaunlichen Farben der Hügel und Täler. Wall liegt dann auf unserem weiteren Weg. Eine kleine Stippvisite in dieser Einkaufsstadt gönnen wir uns. Essen, trinken und ein wenig shoppen, das ist alles was man hier machen kann. Einen weiteren Reisebegleiter namens 'Wally' verstärkt unsere Teddy Familie. Der Schwarzbär wollte unbedingt mit nach Europa.
Sturgis, wo die weltbekannte Harley Davidson Rally jährlich stattfindet, wird unsere nächste Station zur Übernachtung. Wir nennen diesen Ort 'Stadt der tausend T-Shirts'. In 8 Tagen beginnt hier das große Treffen und die neuen T.Shirts sind verkaufsfertig. Auf dem komfortablen Platz, der die nächsten 3 Wochen völlig ausgebucht ist, können wir waschen und über Wifi ins Internet.

Über Spearfish auf dem Hwy 85 geht es nach Bowman. North Dakota ist erreicht. Wir übernachten auf dem Bowman County Park. Grillen – Sonnen – Planen.
Wir haben keine Vorstellung was uns im Theodor Roosevelt National Park erwartet. Es gibt zwei Teile, heute sind wir im South Part. 37 Grad und intensiver Sonnenschein begleiten uns durch das endlos erscheinende Farmland. Das Visitor Center befindet sich direkt bei den Paint Hills. Der Eingang zum Park und zum Campingplatz liegt nur noch ein paar Kilometer entfernt. Wir fahren durch die Stadt Medora auf den Cottonwood Campground. Unser Stellplatz liegt direkt am Little Missouri River. Die erste Begegnung mit hier lebenden Wildpferden war dann sehr 'beeindruckend'. Zwei Exemplare entledigten sich ihren Pferdeäpfel direkt bei uns vor dem Stellplatz. Erst der eine, dann der zweite oben drauf. Was sollte das wohl bedeuten?! Im letzten Jahr gab es hier noch große Überschwemmungen, heute war der Wasserstand so gering, das Erna eine 2 cm dicke Eisenkugel im Flussbett fand. Entweder ein Ballastgewicht für ein Fischernetz oder eine Gewehrkugel für ein Frontladegewehr. Hier gibt es ja viele Bisons und Bären.
Tags drauf fahren wir den wunderbaren Scenic – Loop - Drive im Park und dort können wir wieder schöne Fotos machen. Weitere Wildpferde und Bisons treffen wir an. Ein Kolonie von Präriehunden liegt ebenfalls an der Straße. Dann geht es weiter nach Norden zum nördlichen Part dieses National Parks.

Viele deutsche Städtenamen sehen wir in North Dakota. Berlin, Hannover, Karlsruhe, Osnabrück, New Leipzig, Kulm, Munich, Bismarck usw. Im nördlichen Teil des Theodor Roosevelt N.P. fahren wir den Juniper Campground an. Direkt am Platz ist ein kleiner Naturtrail, den wir natürlich laufen. Wilde Longhorn Rinder sehen wir im Little Missouri stehen. Bei 40 Grad bleiben andere Aktivitäten heute aus. Wir pflegen unsere Körper mit erfrischenden Getränken und legen ein froßes Steak auf den Grill. Gegen 18:00 Uhr kommt ein Ranger auch bei uns vorbei und warnt uns vor einen Thunderstorm. Zum Glück wurde es ein ziemlich normales Gewitter. Am nächsten Morgen ist die Luft deutlich abgekühlt. Den Scenic Byway konnten wir in diesem Park nur ein kleines Stück befahren, denn die Straße ist nach der letztjährigen Flut noch nicht wieder in Stand gesetzt worden. Auf unserer Weiterfahrt in Richtung Osten staunten wir nicht schlecht. Sehr viel Verkehr und hunderte von Baustellen links und rechts der Straße (Hwy 23) Die USA will sich unabhängig von Ölimporten machen und bohrt hier jede Ölblase an, die es gibt. Wir fahren über den Lewis und Clark Trail zum Fort Stevenson am Sakakawea Lake. Hier wurde der Missouri River gestaut. Wir übernachten hier und bummeln am Seeufer bei wieder heißen 32 Grad.

Heute am Freitag, den 13. Juli wollte ich abergläubischer Mensch gar nicht aufstehen. Da habe ich die Planung ohne meine Erna gemacht. Sie scheuchte mich hoch und wir fuhren den Sakakawea Lake herum, um den Staudamm zu betrachten. Es geht nun immer weiter auf den Spuren von Lewis und Clark. In Bismarck bekamen wir am späten Nachmittag nur mit Glück und Ernas Verhandlungsgeschick eine Ecke auf dem voll besetzten Hillcrest Acres Campground. Die vielen Arbeiter auf den 'Ölbaustellen' leben zur Zeit hier. Die Klimaanlage lief bei 33 Grad auf volle Touren. Neben uns stand ein sehr kleines Zelt. Wir haben uns regelrecht erschrocken, als am Abend eine alte Frau aus dem wohl sehr heißem Zelt kam. Sie hatte geschlafen und ging nun am Abend zu Fuß in die kilometerweit entfernte Stadt zu ihrer Arbeit. Als wir am nächsten Morgen fort fuhren, sahen wir sie zurück kommen. Was für ein Leben?! Auch das ist Amerika.
Wir waren nun auf den Weg zum Abraham Lincoln State Park. Es war Wochenende und wir vermuteten das alles besetzt ist und wir keine Chance haben. Ein Tagesbesuch ist diese historische Stätte allerdings immer wert. Was sollen wir erzählen. Es wurde gerade ein Platz frei als wir am Eingang standen. Hurra! Erst haben wir uns das Museum angesehen, dann das besondere Indianerdorf mit einer Führung durch einen echten Dakota-Indianer. Dann noch die Quartiere von General Custer und den Soldaten. Mit viel Liebe ist dieser historische Platz hergestellt. Viele deutsche Namen sehen wir an den Gedenktafeln in den Häusern. Wieder zurück am Platz wurden wir von Travis, Ehefrau Stefanie und Kinder Ethan und Addison, sowie von Craig mit Ehefrau Melissa und Tochter Kaethlyn
zum Campfire am Abend eingeladen. Es war einer dieser netten Begegnungen. Wir wurden mit Maiskolben, Marshmallows und Popkorn verwöhnt.
Wir mögen diese Begegnungen und sind sehr dankbar für die interessanten und freundlichen Gespräche. Wir hatten eine schöne Zeit mit Euch! Danke.
Hier nun viele Bilder dieser Tage......

Hier nun die letzten Stationen in South Dakota. Trotz der guten Zeit mit den beiden jungen Familien geht unsere Reise weiter. Wir fahren weiter am Missouri River entlang. Hierbei treffen wir auf den Scenic Byway 'Standing Rock'. Im Fort Yates haben wir Sitting Bulls Grabstätte besucht und das Standing Rock Monument betrachtet.
Über eine riesig große Missouri Brücke erreichen wir Mobridge. Hier fahren wir auf das 'Indian Creek Recreation Area.' Momentan wählen wir nur noch Plätze mit Stromanschluss aus, damit wir die Klimaanlage dauerhaft betreiben können, bei den weit über 35 Grad. Am Abend erleben wir einen Sturm, können jedoch dabei sehr gut schlafen. Nachts kühlte es auf 28 Grad ab. Dafür bekamen wir heute sagenhafte 43 Grad geboten. Eine ganz neue Erfahrung. Wir fahren mitten in der Erntezeit durch ein fruchtbares Land. Große Landmaschinen sehen wir bei der Arbeit und auf der Straße. Heute kommen wir im Cow Creek Recreation Area unter. Dann tillt unsere Klimaanlage, denn die Leistungsgrenze der Trumaanlage liegt bei 40 Grad. Am späten Abend, bei etwas kühlerer Luft, funktioniert sie wieder.
In Pierre, der Hauptstadt von South Dakota können wir unseren BoDo waschen und die Vorräte auffrischen. Im Crow Creek und Brule Indian Reservat durchfahren wir eine sehr hügelige und schlechte Straße. Eine trostlose Strecke! Am Big Bend Damm stehen wir vor geschlossenen Campingplätzen. Warum? Einen schönen Ausweichplatz finden wir in Chamberlain. Der American Creek Campground liegt direkt am Missouri, ein herrlicher Platz mit Stromanschluss. Ein paar Spuren haben die letzten Tage bei uns hinter lassen. Die Fliegen und andere Insekten waren sehr aggressiv und bissen wie blöd. Mitchell wählten wir als nächstes Ziel aus. Hier sahen wir uns den weltweit einzigen Kornpalast mitten in der Stadt an. Das Gebäude wird jährlich mit Mais und Getreide dekoriert. Immer ein neues Thema an den Fassaden und im Innenbereich. Siehe Bilder. Unterkunft finden wir heute auf dem R+R Campground. Waschen und ein gutes Mittagessen im Marlin's Familienrestaurant.
Sioux Falls (Su Falls ausgesprochen)
- Die Namensgeber finden wir in der Mitte der großen Stadt in einer Parkanlage. Die Wasserfälle sprudeln heute nicht so intensiv, denn es ist eine sehr trockene Jahreszeit. Auf dem Observation Tower können wir eine schöne rundum Sicht genießen. Die anschließende Route führte uns an großen Industrieanlagen und dann wieder an grünen Landschaften vorbei zum Palisade State Park. Ein Platz war noch frei :-)) Es war wieder so heiß, dass der Asphalt unter den Füßen schmolz. Trotzdem laufen wir den Rock Trail am Sioux River entlang. Steile Basaltformationen stehen hier am Ufer. Wieder zurück, freuten wir uns über die kühlen 27 Grad im Inneren von BoDo.

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