Lithiumbatterie und weiteres... - Homepage von Erna und Manfred Kletzien

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Individuelle Nachrüstungen
Lithium Akku nachrüsten

Nach dem ersten Jahr haben wir Erfahrungen mit der Serienausstattung des Carthagos machen können und nun haben wir einige Projekte im Kopf. Verwöhnt von der individuellen Ausstattung in unserem ehemaligen MAN - Phoenix wollen wir auch hier Lithium - Technik einbauen! Die 2x80 Ah GEL Akkus reichen für unsere Ansprüche nicht aus! Ein Beispiel: Am zweiten Tag im Freistehen Modus im Herbst gibt es am Morgen beim Kaffeekochen bereits eine Fehlermeldung im Informations Display, da die Belastung der Kaffee-Maschine mit 100 Ampere einfach zu groß für die GEl Akku's ist.

Was brauchen wir?

  • Einen 200 Ah Lithium Akku
  • Ein BMS (Batterie-Management-System) für den Akku
  • Ein anderes Ladegerät mit entsprechender Ladekurve. (min. 30 Ampere)
  • Der Solarregler soll ausgestauscht werden, da die elektrischen Elemente alle mit Bluetooth-Technik ausgestattet sein sollen.
  • Einen zusätzlichen Ladebooster B2B und Zubehör. (Kabel, Sicherungen, etc.)
  • Einen Batteriecomputer für die Überwachung

Die Dimensionen der Victron LiFePO4 Smart Batterie übersteigen die Größe vom vorhandenen Batteriefach. Daher haben wir im Kleiderschrank unter dem linken Einzelbett Platz für den Akku gemacht und darüber ein Regalbrett gebaut. Der Akku ist mit Winkel unten und oben mit einem Gurtband befestigt. Der Kleiderschrank befindet sich direkt oberhald vom vorhandenen Batteriefach, sodass die Kabelinstallation sehr einfach zu gestalten ist. Das Victron BMS-System findet direkt neben der Batterie seien Platz. Im Batteriefach ist nun genügend Raum für den Votronik Ladebooster, den Shunt für den Batteriecomputer und die Sicherungsautomaten für die Kabel von der Starterbatterie zu dem Booster. Die vier extra Kabel habe ich im Schutzrohr am Fahrzeugrahmen sehr mühsam verlegt.
Nach dreifacher Prüfung aller Einstellungen habe ich die Technik in Funktion genommen und siehe da, alles läuft. Die Carthagotechnik habe ich nicht angefaßt und bin dem Rat meines Händlers gefolgt und lasse die Boostertechnik einfach parallel laufen, da separate Kabel verlegt sind. Nur die Leitung D+ habe ich im System für den Ladebooster angezapft.

Die Bilder zeigen die Arbeit an der Energiezentrale.

Stand August 2019.
Nach einigen wenigen Ausfahrten können wir berichten, dass die Komponenten alle ihren Dienst zur vollen Zufriedenheit machen. Die Bluetooth Verbindungen über die Victron App's gestalten mir die Kontrolle über Ladung und Funktion sehr einfach und komfortabel. Auch während der Fahrt kann ich über das Handy die Boosterladungen im Auge behalten. In den Sommermonaten hat die Solarenergie völlig ausgereicht den 'Verlust' über Nacht tagsüber wieder auszugleichen. Trotzdem habe ich alle zwei Monate den Landstrom angeschlossen, damit der Lithiumakku über 48 Stunden Zeit bekommt seine volle Energie zurück zu bekommen.
Die 230 Volt Geräte arbeiten mit Umformer (Wandler) ohne Mucken an der 200 Ah 'Batterie' im 12 Volt Netz, auch wenn bereits viele Ah abgegriffen wurden. Die direkte Bluetooth-Überwachung von Temperatur und Spannung an den Batteriepolen zeigen mir, dass der gewählte Platz unter dem Bett und darüberliegendem Regal eine richtige Wahl gewesen ist.

Die Umsetzung dieses Projektes hat sich für uns gelohnt.
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