Joshua Tree N.P., Hwy 1, Pinnacle N.M. Death Valley - Reisen mit dem Reisemobil

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Reiseberichte > USA 2012

Ein heruntergeladenes Update für mein Homepage - Gestaltungsprogramm zerstörte den kompletten Internetauftritt. Warum? Eine ganze Nachtschicht wurde nötig, damit die Ursache entdeckt und die Fehlerquelle beseitigt wurde. Wieder etwas gelernt. Nach den morgendlichen Abschiedfotos von und mit Georga und Dale fuhren wir wieder weiter auf der Interstate I 10 nach Westen. Nach der obligatorischen Agrarkontrolle beim Grenzübergang nach Kalifornien ohne Vorkommnisse, wurden wir kurz dann doch vor der Abfahrt zum Yoshua Tree National Park von der Highway Patrol mit Sirenengeheule angehalten. Unser deutsches Nummernschild hat den Polizisten auf den Plan gebracht. Er sagte, dass in Kalifornien viele Fahrzeuge mit europäischem Nummernschild herum fahren und somit keine Steuern bezahlen. Mit dem originalen! 'Fahrzeugschein' und dem Nachweis über den temporären Import gab sich der Beamte zufrieden. Wir wurden mit dem Hinweis nur mit einer vollen Tankfüllung in den Park zu fahren entlassen. Nach ca. 50 Kilometer erreichten wir den Campground 'White Tank'. Naturbelassen mitten in den wunderbaren riesigen Steinen fanden wir einen freien Platz. Blumen, die Felsen und ein Kolibri mit Nest verführten uns zu vielen Bildern. Belohnung: Grillen!Strahlender blauer Himmel und 30 Grad im Schatten holten uns schon früh aus dem Bett. Bei wenig Verkehr fahren wir den Key's View an und genießen den fantastischen Weitblick über die Berge in die Wüste Kaliforniens. Viele Yoshua Bäume säumen den Weg zum Nordausgang. Bergauf und wieder bergab, so genießen wir die Landstraßen um Los Angeles herum zum Pazifik. Der erste Campingplatz in Palmdale war nur für Mitglieder eines Vereines. Der Ausweichplatz in Acton erwies sich als Glücksfall. Whirlpool und Wifi Hotspot machten auch diesen Kilometerfressenden Tag zum Abschluss rund.

An vielen Orangenplantagen vorbei, kamen wir natürlich nicht an den vielen Verkaufsständen vorbei. Erdbeeren, Orangen und Erdnüsse fanden den Weg ins Mobil. Der Pazifik begrüßte uns mit dickem Nebel und niedrigeren Temperaturen. Zwischen Malibu und Santa Barbara checkten wir auf dem Carpinteria State Park ein. Sehr teuer, ohne Strom und Wasser, dafür aber herrlich gelegen. Neben uns stand einer dieser riesigen amerikanischen Reisemobile mit fünf Slideout. Der nette Nachbar kam bei unserem Einparken gleich um sein Mobil herum und erkundigte sich, ob wir auch noch genug Platz haben. Schnell erkannte der Österreicher Rene, dass er es mit Deutschen zu tun hat und sprach uns in deutsch an. Seine englische Frau Simone und er leben 6 Monate in London und 6 Monate cruisen sie mit ihrem Schlachtschiff durch Nordamerika. Natürlich folgte nun ein schöner Tag und ein gemeinsamer Abend mit Sundowner am Strand und Campfire zu viert mit anschließenden Grillen auf dem Feuerring. Diesen Tag werden wir nicht so schnell vergessen. Danke!

Rene und Simone fuhren am nächsten Morgen genau entgegengesetzt weiter, denn wir wollten nun die Kultstrasse, den Highway Number One befahren. An Santa Barbara vorbei, wo wir vor lauter Nebel auch nichts gesehen haben, erreichten wir den Highway dann mit vielen sonnigen Lücken. Farmland und viele Felder mit Gemüse und Erdbeeren. Die kurvenreiche Straße am Pazifik erfordert hohe Konzentration, ist jedoch ein Highlight. In Oceano steuern wir spontan den Pismo State Beach an. Hier bekommen wir trotz nahem Wochenende einen freien Platz. Es folgen eine herrliche Strandwanderung und Fotos, Fotos sowie Grillen.

Am nächste Tag, es ist der 21.4.2012, geht die Fahrt auf der Küstenstraße weiter. Nebel und Sonne wechseln sich ab. An einem Viewpoint konnten wir eine Kolonie von Seeelefanten begaffen. Es macht viel Spass den großen Tieren zu zuschauen. Im Pfeiffer Big Sur State Park, eine Empfehlung von Simone und Rene, bekamen wir eine freie Site. Mitten im Wald gelegen und von riesigen alten Bäumen umringt. Wandern, Grillen, Wein trinken und gut schlafen, das war's.

Heute, am 22.4.2012 müssen wir unseren 20 Liter Diesel – Reservekanister herausholen und den Tank nachfüllen. Wir haben keine Diesel Zapfsäule auf den letzten ca. 500 Kilometer entdeckt. Etwas später verlassen wir heute den Hwy Nr. 1 und fahren wieder ins Landesinnere von Kalifornien. Das Pinacles National Monument steht auf unserer Routen liste. Da der Westeingang zum Monument für uns am einfachsten zu erreichen ist, fahren auch dort hinein. Was wir nicht ahnen können, es ist eine sehr enge gebirgige Straße und die letzten Kilometer sind nur einspurig zu befahren. Am Ende der Sackgasse sind wir das einzige Reisemobil auf dem Parkplatz. Der Ranger vor Ort erlaubt uns den einzigen größeren Parkraum in Anspruch zu nehmen. Erna meinte noch, da kommen wir nie wieder raus?!

Unsere anschließende Wanderung war sehr anstrengend. Dafür wurden wir allerdings mehr als entschädigt bzw. belohnt. Viele kalifornische Kondore erlebten wir fast hautnah. Die 600 Höhenmeter brachten unsere Waden zum Brennen. Viel Wasser und ganz langsam wieder absteigen war die Parole. Natürlich haben wir den Rückweg ohne Probleme geschafft. Der Campground des Monuments lag genau auf der anderen Seite des Gebirges. Wir mussten also ca. 95 Kilometer fahren, um zum Osteingang zu gelangen. Einen großzügigen Platz fanden wir hier vor. Jeder, der solche körperlichen Anstrengungen kennt, kann sich vorstellen, wie tief und fest wir die nächste Nacht geschlafen haben.

Bakersfield war das nächste Ziel. Erna brauchte eine Waschmaschine und ich einen Wifi Hotspot. Der RV Park 'Bakersfield Palms RV' lieferte uns, was wir benötigten. Der Red Rock Canyon State Park lag auf dem Weg zum Death Valley National Park. Hier blieben wir allerdings nicht. - Bei 28 Grad nisteten wir uns in Inyokern auf einem preiswerten RV Park ein. Unsere Betten wurden nun mit der frisch gewaschenen Wäsche bezogen und die vielen gemachten Bilder auf dem Laptop sortiert. Grillen und Relaxen war angesagt.
Die Anfahrt zum Death Valley wurde am 26.4.2012 zu einem weiteren Highlight. Das Panamint Valley, dann hinauf zur Gebirgskette Panamint Ranch über einen sehr steilen Pass von 1511 Meter hinunter ins Death Valley bis zu einer Höhe von – 70 Meter. Bei trockenen 34 Grad im Schatten machten wir auf dem leeren Campground von Furnace Creek die nächste Station. Das Museum und ein gutes Essen im Wrangler Steakhouse machten diesen Tag wieder rund. Nachts hatten wir immer noch gute 24 Grad und die Kojoten schlichen über den Campingplatz.
Den 'Goldene Canyon' mit einem vier Kilometer Trail haben wir am nächsten Morgen easy geschafft. Farbenfrohe Fotos durften wir hier machen. Den tiefsten Punkt der USA mit - 85 Meter unter dem Meeresspiegel 'Badwater' schauten wir uns natürlich an, bevor wir über das Amargosa Gebirge nach Puhrump in Nevada kamen. Ein etwas mieser RV, kann vorkommen, mit Kolibris und Kois am Platz wurde unsere nächste Adresse.
Die Bilder weiter unten sprechen wieder für sich....

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