Fazit einer 6 monatigen USA Reise mit dem eigenen Reisemobil - Reisen mit dem Reisemobil

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Reiseberichte > USA 2012

Unsere Reisebilanz soll unsere Erwartungen und die gemachten Erfahrungen gegenüberstellen. Auch möchten wir die vielen Fragen an uns in unserem Fazit gleich mit beantworten

Einfach die Feststellung zu machen, dass es ein aufregendes aber auch anstrengendes halbes Jahr war, erscheint uns zu einfach. Es war eine andere Reise wie unsere erste Tour im Jahre 2007. Die erste Reise haben wir mit 'Erlebnis - Gier' und dazu noch mit vielen wirtschaftlich geprägten Grundgedanken gemacht. Das heißt: Viel sehen und dafür wenig ausgeben. Damit wir nicht wieder in diesen Trott zurück fallen, sind wir zwar zielstrebig gefahren, aber ohne zeitliche Not. Kanada ließen wir in diesem Jahr deshalb spontan aus. Unsere Meinung nach lohnt sich in Kanada 'nur' der westliche Teil des großen Landes. -
Ob unser Plan letztendlich gelungen ist, wollen nicht wir beurteilen. Unser Gefühl sagt uns, dass wir das prima gemacht haben. Was sonst! 6 Monate ist in der Planungsphase keine lange Zeit. Die Euphorie ist vorher sehr groß und das ist ein gutes Feeling. Natürlich vergehen in der Realität die Tage wie im Fluge und der Tag erscheint nicht lang genug. Trotzdem gibt es Momente für Heimweh und Sättigung. Eine gute Partnerschaft hilft über diese individuellen 'schlechten' Zeiten hinweg. Vermisst haben wir gerade in diesen Momenten ausführliche Gespräche in der Muttersprache, damit wir das frisch Erlebte teilen konnten. Die netten Gespräche mit den vielen amerikanischen Begegnungen brachten im Smaltalk keinen Ersatz.

Die gewählte Route durch die USA ist ähnlich wie im Jahre 2007. Auch die Jahreszeit für diese Reise war wieder fast identisch und aus unserer Sicht für 6 Monate genau richtig. Nur wenige richtige Regentage und dafür einige sehr heiße Momente. Auch das gehört zu einem solchen Abenteuer. Obwohl ein Abenteuer ist es in der heutigen Zeit wohl nicht mehr. Überschreitet man erst einmal die Schwelle mit dem Transfer des Reisemobils, findet man dort alles vor, was wir als Europäer so selbstverständlich gewohnt sind. Lebensmittel an jeder Ecke, dazu im Vergleich preiswerte Tankfüllungen und viele sichere Stellplätze für eine gute Nacht. Wir haben uns in keiner Phase, auch bei dieser Reise, unsicher gefühlt. Die Gastfreundschaft der US Amerikaner haben wir gerne angenommen, indem wir uns zu jeder Zeit an die Gesetze gehalten haben, sowohl im Straßenerkehr, wie auch bei der Pflicht sich auf einen ausgewiesenen Übernachtungsplatz zu begeben.

Ein Campingleben wie aus einem Märchenbuch kann man in Nordamerika erleben. Große Plätze zu fast jeder Zeit. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten waren ebenfalls zu jeder Zeit möglich. Die Lebensmittel waren auch in diesem Jahr in den USA preiswerter wie in Deutschland zu bekommen. Gerade beim Fleisch haben wir diese Erfahrung gemacht. Richtige Freude kam auf, wenn wir feststellten, dass ein gutes Steak weniger als die Hälfte kostet, da durfte es auch mal ein Rinderfilet mit 300 Gramm sein, pro Person natürlich. Unser guter Weber Grill hat uns sehr gute Dienste geleistet. Übrigens ist dieser Markengrill auch in den USA zu bekommen und zwar für die Hälfte!! Klamotten haben wir ebenfalls in guter Qualität sehr preiswert kaufen können.  Das alles sind nur Randerscheinungen, beleben jedoch das gute Gefühl, es wieder richtig gemacht zu haben.

Wir beantworten die Fragen auf der nächsten Seite natürlich immer ohne Gewähr, da wir nur aus unseren eigenen Erlebnissen berichten können. Faktisch ändert sich sehr oft, sehr viel und das in einer kurzen Zeit. Planen sollte man immer nur für sich und seine Bedürfnisse. Wir schauten uns sehr wenige Städte an, weil es uns einfach nicht liegt und sich vieles wiederholt. Die Naturlandschaften sind unser Favorit. Viele Wanderkilometer ist auch nicht jedermanns Ding, wir mögen gerne in der Natur laufen.
Mobilität wird in den Staaten sehr groß geschrieben. Fahrradwege fehlen dazu leider sehr oft, es ist aber in den vergangenen fünf Jahren sehr viel besser geworden. Fußwege, wie wir sie in Deutschland kennen, sind auch in den Städten nicht sehr oft anzutreffen. Deshalb ist man als Fußgänger eher eine Rarität, ausgenommen auf den Trails in der Natur. Auch auf den Campingplätzen fahren die Amis gerne mit dem Auto zur Dusche und Toilette, denn es gibt dort auch extra Parkplätze. Amerikanische Camper sind meistens gut ausgestattet. Jeep, Quad, Boot, Motorräder und auch gerne alles zusammen werden in großen Trailern mitgeschleppt. So manches Mal schauten wir sehr neidisch auf diese Spielzeuge. Allerdings kann man auch viele interessante Punkte mit einem europäischen Reisemobil erreichen, nur die
'geilen' Outdoor Regionen sind ohne 4x4 Fahrgestell tabu.

Die Erfahrungen mit dem Mobil und alle technischen Angelegenheiten werden und/oder haben wir im Bereich Technik dieser Homepage geschildert.

Unsere Bilanz fällt sehr
positiv aus. Erwartet haben wir Spass und Freude in und an der Natur. Das haben wir zu 120 % bekommen. Wir wollten gerne freundliche Menschen treffen und eine unfallfreie Fahrt mit dem Reisemobil machen. Bekommen haben wir auch hier sehr viel mehr. It is a wonder! Diesen Kommentar von Amerikanern über viele einmalige Naturerlebnisse, können wir auch für uns in Anspruch nehmen. Das gute Wetter hat uns bei unserem Glück sehr geholfen. Die Empfehlung ebenfalls dieses großartige Land zu entdecken, können wir jedem, dem es möglich ist, ans Herz legen. Nach der ersten Langzeitreise 2007 haben wir für uns erst einmal festgestellt, das war es jetzt. - Es hat keine 3 Jahre und einige Fahrten in Europa gedauert und der Reisevirus brodelte erneut in uns auf. Man muss nicht immer mit dem eigenen Reisemobil eine Reise in die USA/Kanada machen, aber es ist für einen eingefleischten mobilen Camper der Gipfel des Glücks!

Bedanken möchten wir uns bei den vielen Menschen, die uns in der Ferne über den Weg gelaufen sind. Wir hatten gute Gespräche und eine gute Zeit zusammen mit Euch. Natürlich darf man die eigenen Kinder, Verwandte, Freunde und Nachbarn nicht vergessen. Auch Euch sagen wir herzlichen Dank für Eure guten Taten in der Heimat und die interessierte Begleitung auf dieser Reise.
Was wären wir ohne Euch!

Wir widmen diesen Bericht unserem mobilen Freund  Michael Schmidt
. Ihm war es leider nicht vergönnt seine Traumreise - Mit dem Mobil durch die USA/Kanada - zu beenden. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb er am 27. März 2012. In unseren Gedanken bist Du bei uns immer mitgefahren.

Vielen Dank für das Interesse

November 2012

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