Diamantenfeld, Hot Springs, Elvis Birthhouse, Natchez Trace Parkway - Reisen mit dem Reisemobil

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Reiseberichte > USA 2012

Unsere letzten Wochen haben begonnen. Wir reiten nochmals in den Süden nach Arkansas und Mississippi, um dann ganz langsam den Heimweg anzutreten. Der Abreisetermin steht fest, Verschiffung und Rückflug mit anschließender Zugfahrt sind gebucht. Sonne und blauer Himmel, was sonst schreibt Erna im Tagebuch. Früh starten wir, denn es soll wieder über 40 Grad geben. Der Scenic Byway Highway 7 führt uns nach Arkansas. Eine wahnsinnige Strecke! Steil, kurvig und viele Serpentinen. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Das haben wir nicht erwartet. Im Welcome Center bekommen wir wieder reichhaltige und gute Informationen. Wir erfahren hier dass Arkansas mit französischen Betonungen ausgesprochen wird. Bei Russelville finden wir am Lake Dardanella einen schönen Campingplatz im State Park, der uns zur Übernachtung einlädt. Am Abend setzte sich der 84 jährige Host ohne Zähne und Kautabak zu uns, um uns zu unterhalten. Sein Dialekt war so intensiv, dass wir kein Wort verstanden haben. Er hat es nett gemeint!
Nächsten Tag ging es etwas erholt weiter auf dem Highway 7. Sehr anstrengend, dafür aber schön. An einem Teilstück müssen wir durch einen qualmenden Wald fahren. Ein Waldbrand war hier vor nur wenigen Tagen sehr aktiv. In Hot Springs fahren wir dann irrtümlich zuerst direkt zum Mountain Tower, der mitten im Hot Springs National Park steht. Für Reisemobile nicht gerade geeignet, da sehr steil und kurvenreich. Vom Tower aus hat man einen weiten luftigen Blick über das Stadtgebiet von Hot Springs. Auf dem guten Gulpha Gorge Campground besetzen wir einen Platz mit full hook up! Das Bezahlen der Platzgebühr stellt sich große Herausforderung heraus. Mit der Hilfe von amerikanischen Platznachbarn gelingt es dann. Damit wir bei den 43 Grad keinen Hitzeschlag bekommen, begnügen wir uns mit einem kleinen Spaziergang. Am Abend erleben wir dann ein Gewitter mit großen Mengen Wasser vom Himmel.
Die historischen Badehäuser aus dem vorherigen Jahrhundert schauen wir uns am nächsten Morgen ganz intensiv an. Die Promenade ist uns ebenfalls einen Spaziergang wert. Dann geht es im klimatisierten Fahrerhaus weiter zum Crater of Diamond State Park. Erna wollte unbedingt auf dem Feld nach Diamanten schürfen. Ich verzichtete bei den hohen Außentemperaturen großzügig. ;-))
Mit Schaufel und Eimer! bewaffnet ging es dann auch los. Die Schaufel kam gar nicht in die harte Erde und der Eimer war völlig überflüssig. Boschhammer und Spitzhacke wären hier angebracht gewesen. Es dauerte auch nicht lange, da stand Miss Erna klatsche nass geschwitzt vor der Tür des Mobiles und wollte bedauert werden. O.K. Tja, die Diamanten fallen einem nicht so einfach vor die Füße.

Wir stecken unseren Kurs ab dem 31-07-2012 in Richtung Nordosten. In gut drei Wochen ist unser halbes Jahr vorbei. Wir fahren täglich etwa 200 Kilometer und wo es uns gefällt, bleiben wir auch ein oder zwei Tage länger. Über kleine Highways erreichen wir Pine Bluff. Hier erwerben wir beim Wal Mart einen Pavillon mit Seitenwänden. Er soll uns bei der Schattensuche unterstützen. Der Aufbau ist in ca. 10 Minuten erledigt und das Teil ist auch zuhause zu verwenden. Auf dem nahen Saracene Campingplatz direkt am Arkansas River testen wir den Aufbau und die Funktion. Klasse! Obwohl es Heiß und dazu auch noch schwül ist, wird heute gegrillt. Am 1.8. fahren wir weiter durch das Land, denn die tropischen Luftverhältnisse bei 40 Grad machen uns schlapp. Es geht durch Stuttgart und Ulm weiter nach Helena. Über den breiten Mississippi River erreichen wir über eine imposante Brücke den Staat Mississippi. Hier wollen wir ins Spielcasino!! Einen sehr günstiger Übernachtungsplatz mit weiteren positiven Überraschungen finden wir bei der 'Isle of Capri' vor. Full hook up – Platz und nach der Aufnahme in die Mitgliederliste inklusive Plastikkarte dürfen wir ein gutes und für uns kostenloses Buffet genießen, inklusive aller Getränke. Zwei T-Shirts werden uns ebenfalls geschenkt. Die Spielhölle befindet sich zwischen zwei Hotelkomplexen. Das Besondere, die Spielhalle schwimmt auf einer Plattform im Wasser vom Mississippi. Damit werden die Bedingungen erfüllt, eine Lizenz für die Glückspiel Automaten vom Staat zu erhalten. Was es alles gibt!
Die Klimaanlage im Mobil hat uns auch hier wieder geholfen eine Nachtruhe zu finden. Weiter geht es quer durch das Land. Nach 200 Kilometer treffen wir auf das nächste Ziel. Wir fahren ein Stück auf dem ehemaligen Weg der Indianer, dem Natchez Trace Parkway. Wieder so eine fantastische und erholsame Strecke ohne Lkw und Kreuzungen. Auf einem gleichnamigen Campingplatz verbringen wir die nächste Nacht.

Es ist noch immer sehr, sehr schwül draußen. Im Visitor Center des Parkways erfahren wir von der Stadt Tulepo. Wir fahren dort hin. Zuerst besuchen wir ein Battlefield vom Bürgerkrieg. Es ist ein nationaler Gedenkstein in der Erinnerung an die vielen Gefallenen. Danach geht es zum Geburtshaus von Elvis Presley. Das Museum nebenan bietet uns viele Relikte des bekannten Künstlers. Eine emotionale Geschichte, sind wir doch zu seinen besten Zeiten mit seinen Hits erwachsen geworden. Ein paar Straßenblocks weiter finden wir das beste Automobil Museum, das wir je gesehen haben. Wir sehen die ganze Palette der automobilen Geschichte der USA und teilweise auch von Europa. Nach diesen hervorragenden Ereignissen geht es wieder zurück zum Natches Trace Parkway. Wir fahren bis zum Tishominge State Park. (Indianerhäuptling) Der Platz ist riesig groß und fast leer.
Die Grenze nach Tennessee überschreiten wir am nächsten Tag auch über den Parkway. Vorher streifen wir noch einmal den Staat Alabama. Bevor wir den Tennessee River über eine sehr lange Brücke überqueren, laufen wir auf beiden Seiten am Ufer entlang und genießen die kühlen 28 Grad. Im Crockett State Park finden wir den nächsten Platz zum Übernachten. Nachts erleben wir ein sehr heftiges Gewitter.

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