Die letzten Tage dieser Reise - Reisen mit dem Reisemobil

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Reiseberichte > USA 2014 > New York bis Ende
    
Wir verlassen New York. Nach einem Einkauf von Vorräten in Carlisle steuern wir der RV 'Western Village' an. Anne und Albrecht sind schon da und wir bekommen eine Site direkt nebenan. Der gemeinsame Abend ist wieder gemütlich, denn wir haben ein Campfire und gute Getränke.
Was nun? Am 21. August geben wir unsere Reisemobile in Baltimore ab und fliegen nach Deutschland. Ich habe per Internet eine Harley als Trike für einen Tag gemietet. Dazu müssen wir allerdings 500 Kilometer nach Süden fahren, damit wir den Blue Ridge Parkway damit befahren könnten. A&A möchten nicht mehr so weit fahren und verbringen die nächsten Tage in der Nähe des Shanandoah N.P. Also storniere ich meinen Auftrag und wir fahren etwa nur 300 Kilometer über den Parkway in Richtung Süden, um dann über die Interstate zurück zu kommen. Die nächsten Tage werden geprägt von unterschiedlichen Wetterkapriolen und traumhaften Ausblicken vom Kamm der Appalachen. Die vielen Campingplätze auf dem Kamm geben uns Stellplätze für die Übernachtungen. Hier lernen wir auch Gaby und Norbert kennen. Ihr Auto hatten wir bereits im Bryce N.P. gesehen. Wir haben alle gemeinsam zusammen unseren Abgabetermin in Baltimore. Es waren wieder schöne Kilometer und tolle Plätze auf dem Blue Ridge Parkway.
    
Die letzten Tage verbringen wir wieder im Greenbelt National Park zwischen Washington und Baltimore. Hier treffen wir uns mit Anne und Albrecht und mit Gabi und Norbert. Die Fahrzeuge werden vorbereitet indem wir alles sicher verstauen, unsere Reisekoffer befüllen und das letzte Flüssiggas aus den Tanks vernichten. Dann kann es losgehen.
Zusammenfassung und Fazit

Nach drei Jahren eine Bilanz zu ziehen ist nicht schwer. Natürlich kann das Fazit nicht mehr differenziert ausfallen, sind doch danach schon viele Monate ins Land gezogen.
Die gefühlten Erinnerungen überwiegen. Insgesamt betrachtet war es wieder eine gute Zeit! Wir hatten wieder Glück, denn uns ist nicht passiert und auch das Wetter war meistens gut bis sehr gut.

Das Reisemobil von PhoeniX mit dem MAN Fahrwerk hat uns sehr gut gefallen. Keine großen Ausfälle und die Kleinen konnten wir mit etwas Geschick beheben oder bis zur Rückkehr damit leben. Der Vergleich mit den beiden vorherigen Reisemobilen von Mercedes ist einfach erzählt. - Es sind zwei unterschiedliche Klassen von Fahrwerktechnik. Die Sprinter (416/518) waren immer an der oberen Grenze der Belastung und der MAN hatte Reserven und das erzeugt Vertrauen. 2 Liter Öl haben wir dem MAN unterwegs für die gefahrenen 38.000 Kilometer gegönnt. Das war es auch schon. Die Winterreifen haben ebenfalls ihren Dienst erfüllt und sind noch heute bei 86.000 Kilometer Leistung noch immer Verkehrssicher. Auch das 8,51 Meter lange Reisemobil ist für Nordamerika geeignet. Wir sind damit wieder in jeden Winkel hineingefahren. Die großzügigen Stellplätze in den Parks oder auf den privaten Campingplätzen nehmen auch diese Dimensionen mit Leichtigkeit auf. Ganz anders sieht es ja hier in Europa aus.

Unsere Internet Bekanntschaften (unsere Homepage) mit Anne und Albrecht und zwei weiteren PhoeniX Fahrer Paaren hat in der Vorbereitungszeit bei uns die erneute Euphorie für diesen Kontinent entfacht. Wir wollten auch gerne mit. Gestartet sind wir dann durch Terminschwierigkeiten nur mit zwei PhoeniX Fahrzeugen. Die beiden anderen Paare kamen etwas später nach Baltimore.
Subjektiv betrachtet würden wir eine solche Aktion nicht mehr starten. Wahrscheinlich hat unsere Mitfahrt die kleine Dreiergruppe mit den sechs Personen gesprengt, sodass ein Paar von den Nachzüglern direkt in Baltimore entnervt den Heimweg wieder angetreten hat, was uns traurig gestimmt hat. Die ersten 14 Tage blieben wir noch mit A&A zusammen, danach trennten sich verabredungsgemäß unsere Wege. Wir hatten schon viel gesehen, was sie noch gerne aufsuchen wollten. Hier und da kamen wir in den nächsten Monaten geplant oder auch ungeplant für ein paar Tage zusammen. Auch bei A&A ging alles gut!! Wir sind eben alle starke Individualisten!

Erna hat auch bei dieser Reise wieder sehr viel Energie in die Planung gesteckt und so für uns Reiserouten gewählt, die uns Natur und Orte zeigten, wo wir noch nicht gewesen sind. Sie ist mein Scout und ich bin der Fahrer und Haustechniker. Die Kommunikation an den Stellplätzen hat auch Erna übernommen, das war für mich klasse!! Diese anstrengenden Gedanken an den nächsten Weg und an den nächsten Stellplatz kosten sehr viel Energie und Nerven. Bei dieser Reise haben wir oft über Internet Campingplätze an den Highlights reserviert. Das schnürte uns in der Zeitfrage etwas ein, aber wir hatten keinen Stress mit der Platzsuche und konnten beruhigt am späten Nachmittag die Plätze anfahren. Das war spitze, denn auch die Amis sind im Sommer alle unterwegs, um ihre Natur kennen zu lernen. Vor allem am Wochenende wurde es schwierig mit einer freien Site. Alles ging mit einer gewissen Routine dann gut.

Das Einkaufen und auch das Tanken geht in den USA leicht von der Hand. Unsere Kreditkarten funkten zeitweise nicht an den Tanksäulen, hier half nur ins Office zu gehen, um die Säule frei schalten zu lassen. Die Karte behielt Erna dann immer im Auge. Die Abrechnungen waren wieder alle korrekt.

Das Colorado Plateau war wieder für uns der Natur - Höhepunkt. Auch den Yellowstone N.P. zählen wir noch dazu. Die großen Seen haben uns nicht vom Hocker gehauen, obwohl die Niagara Wasserfälle sehenswert sind. New York City – wir waren stolz auf uns, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Eine tolle Stadt. Jede Stunde haben wir genutzt und genossen.

Die Verschiffungen mit Seabridge haben in 2014 so gar nicht gut funktioniert. Schuldzuweisungen können und wollen wir hier nicht erteilen. Bei dem Hintransport im Februar verzögerte sich die Ankunftszeit des Schiffes wegen des starken Wintereinbruchs um drei Tage. Wir haben das Beste daraus gemacht. Einer unserer Koffer kam im Flieger nicht mit, so dass die Wartezeit für uns sowieso angefallen wäre, denn er kam zwei Tage später an und wurde uns ins Hotel geliefert.
Der Rücktransport war ebenfalls mit Hürden versehen. Das gebuchte Schiff musste ungeplant in die Werft, die Mobile konnten wir am Abgabetag nicht im sicheren Hafen abstellen, weil wir wohl keinen Scout bestellt hatten, was wir nicht wussten und so mussten wir die Fahrzeuge außerhalb stehen lassen plus etliche Dollar zusätzlich für die Dienstleistung eines Fahrers abdrücken. Mit einem dicken Hals ging es dann mit dem Taxi zum Flughafen. Unser Flugzeug kam dann mit zwei Stunden Verspätung in Frankfurt an und unsere preiswerte Anschlussfahrt mit der Bahn verfiel, wir mussten neue  - teure - Tickets kaufen. Das macht dann keine Freude mehr. Unsere Fahrzeuge kamen schließlich mit etlicher Verspätung in Hamburg an. Dort lief es dann wie geplant und es war alles gut!!

Mit dem Reisemobil war das unsere letzte Fahrt durch Nordamerika. Was dann noch folgt – schauen wir mal.

Danke für das Interesse.

Manfred Kletzien
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