Dopfer Individual 482 A

Die Firma Dopfer Reisemobilbau hat nach ihren Betriebsferien 2008 unser Fahrzeug zur Fertigstellung (hier ist der Bau zu verfolgen) vorgezogen und den Übergabetermin auf den 1. Oktober 2008 vorverlegt. Somit sind wir in der Lage am Treffen des RMC Dopfer & Friends vom 2.10. - 5. 10. 2008 teil zu nehmen. In der Rubrik - Kurzreisen - oder direkt hier berichten wir über das Treffen und die erste kleine Rundreise mit dem neuen Teil.

Oktober 2008: Nach einer sehr individuellen aber etwas anderen Übernahme unseres neuen Reisemobiles in Neuburg an der Kammel, hatten wir uns drei Wochen Zeit genommen, um alles kennen zu lernen, zu testen und erste Erfahrungen mit dem Fahrzeug zu sammeln.

November 2008: Einige Email Anfragen haben mich bewogen einen Tag auf die herbstliche Gartenarbeit zu verzichten und einige Bilder zu zeigen. Nach unseren ersten 2000 Kilometern kann man natürlich nur wenige Fakten aufzeigen. Zwischen den Bildern kommen bei Zeiten noch einige Kommentare bzw. Erläuterungen für die Detailinteressierten dazu. Dass es auch technisch unbefriedigende Erfahrungen gibt, ist bei den vielen zugekauften Teilen wohl leider nicht zu vermeiden. Vorerst sollen aber die positiven Bilder sprechen.

Hier folgen nun einige Aufnahmen von den riesigen Stauräumen. Die großen stabilen Klappen bzw. Türen machen das Be- und Entladen fast zum "Kinderspiel"! Der Zwischenboden mit 35 cm Höhe nimmt auch große Kisten auf. Sind diese mit kleinen Rollen versehen, kann man sie auch leicht in den vorderen Bereich bekommen. Ein Vorzelt und Gestänge sind bereits eingepackt. Die Technik auf dem Dach wirkt aufgeräumt und zeigt "Flächen - Reserven" auf.

Die Dachbestückung mit Solar, Hauben und Satantenne.. ...aufgeräumt und übersichtlich!
Die Ladeklappe auf der Fahrerseite Auch in dem Unterflurstauraum passt einiges hinein.
Rechts ist die leise Druckwasseranlage installiert. Sehr viel Volumen im 35 cm Zwischenboden
Rechts ist das komplette Vorzelt zu sehen Stühle und Tische (Polster) sind schnell bei der Hand.
Rollergarage mit SmartRack... ...die andere Seite Der Zugang zur Kassettentoilette
Fahrradgarage mit SmartRack. Rampe horizontal ausgefahren Passend gemacht!
Leicht zum Be- und Entladen Von beiden Seiten frei zugänglich, zusätzlich gegurtet.
Fiamma Halter bringen Stabilität für die Räder. Etwas näher, nun eingefahren


Nun noch ein paar Aufnahmen aus dem Innenbereich.


So ganz reisefertig ist das Mobil zur Zeit noch nicht, aber wir fühlen uns schon jetzt sehr wohl in der Kabine.

Eine gemütliche Sitzgruppe für drei - vier Personen. Der Blick nach vorne in den riesigen Alkoven
Jetzt ist die Schiebetür zum Arbeitsplatz auf Noch wird unser Cockpit verfeinert. (GPS-Halterung etc)
Der mittlere Bereich der Kabine wird von einem Hochschrank, der Küche und dem Eingang bestimmt. Der Hochschrank nimmt den Kompressor-Kühlschrank, den Backofen, den Fernseher, den Staubsauger und zwei große tiefe Schubladen auf. Der 110 Liter Waeco Kühlschrank ist sehr tief und arbeitet sehr gut. Der einfache Gas-Backofen benötigt keinen Kamin (Loch im Dach/Wand) und ist sehr einfach zu bedienen. Dass die Ofen-Klappe nun doch nicht oben den Anschlag hat, liegt an der Vertriebs-Politik von Dometic. Wir versuchen damit umzugehen.
Offenheit bis zum Einzelbett im Heck, der Blick zum Bad kann aber auch dank Schiebetür vollkommen verwehrt werden
Die Winkelküche, hier sorgen... ...praktische Schubladen und Frau für Ordnung
100 Kilo trägt diese riesige Schublade, das zweite Exemplar sitzt direkt darunter.
Die Klappenmechanik hält selbsttätig in jeder Position Jeder hat im Bad seinen Schrank und Wäscheschubladen
Die Einzelkajüte, mit Schiebetür wird sie zum Separée Das 'stille' Örtchen und die Haushaltsdusche Die Freunde von Erna (Staubsauger und Schuhfach unten in der Stufe)
Eine verst. Schublade dient als Treppe für das Heckbett, ..nimmt aber auch Utensilien auf.
Der Technikschrank hier einmal geöffnet. Jedem Verbraucher seine Sicherung (im Zwischenboden)
Komfortsitze bei der Arbeit  Purer Pkw-Stil - da kommt richtige Freude auf!

Erstes sequentielles Fazit:

  • Ein wirklich guter, ja liebevoller und relativ klapperfreier Möbelbau!
  • Die zweiteilige Schiebetür zum Fahrerhaus ist schön breit und besitzt maximale Kopffreiheit.
  • Auch die beiden abschließbaren Schiebetüren im Bad sind eingeschoben klapperfrei gebaut worden.
  • Eine insgesamt sehr stabile Kabine! Wartungsfrei, da keine Dichtigkeitskontrollen gemacht werden müssen.
  • Klappen und Türen lassen sich einwandfrei öffnen und schließen dicht. (mit Sicherheitsschlösser)
  • Die Aufbautür macht Freude. Fünffach Verriegelung und Haushaltsdrücker!! Arbeitet präzise.
  • Die 46 mm Isolierung macht sich sehr positiv beim Gasverbrauch bemerkbar.
  • Ein fantastischer Sprinter! Unsere Optionen bedeuten eine Steigerung gegenüber dem 416 CDI.
  • Die verzinkte Heckabsenkung (Bocklet) mit Anhängervorrichtung ist von handwerklich höchster Qualität.
  • Gute Installation von Elektrik - und Wasser! (Schwarzes Wasserrohr)
  • Die Beleuchtung konnte dank der großen Batteriekapazität großzügig ausgelegt werden. Angenehm warm!
  • Batteriekapazität scheint mit 450 Ah gut gewählt! Durchschnittlicher Verbrauch 35 - 48 Ah / Tag im Oktober.
  • Solaranlage liefert bei Sonnenschein bis zu 9 Ampere. (Theoretisch: Strom x Zeit = Amperestunden)
  • Eine gute fachliche Gasinstallation, es ist eine Außenversorgung beim Wintercamping ermöglicht worden.
  • Die Alde - Heizungsanlage ist sehr wirkungsvoll, leise und sehr gut platziert! Bedienung ist etwas komplex.
  • Der Alde Handtuchtrockner ist bei kalten Außentemperaturen sehr wirkungsvoll.
  • Dusche und Bad, das Beste, was wir je in einem Mobil hatten! Hier herrscht bei uns große Zufriedenheit.
  • Wasserablauf in der Dusche ist fast in jeder Lage möglich. Großer Siphon mit Haarfilter zum Reinigen.
  • Die Küche ist ebenfalls gelungen. Arbeitsfläche, Gasherd und Spülbecken entsprechen unseren Wünschen.
  • Die Sitzgruppe mit den Stoffen und Polstern sind von guter Qualität. (Lotus Effekt)
  • Beide Betten wurden mit neuartigen Matratzen - Systemen ausgestattet und verbreiten bei uns Wohlgefühl.
  • Der Alkoven ist eine Spielwiese, ich kann fast aufrecht (85 cm) sitzen. Im Einzelbett ist das natürlich möglich.
  • Allgemein ist die gewählte technische Ausstattung von ausreichender Qualität. Ausnahme Rückfahrkamera. -
  • Die Dometic Toilette ist im Handling für uns ein wenig gewöhnungsbedürftig.
  • Die beiden Omnivent Dachhauben (Küche und Bad) transportieren feuchte Luft schnell über das Dach hinaus.
  • Die Wassertanks (Einzelanfertigung) sind sehr gut dimensioniert. Abwasserablass mit 40 mm grandios.
  • Die Klimaanlage ist wirkungsvoll installiert und dazu noch sehr geräuscharm untergebracht.
  • Anzeigen für Gastank, Frischwasser, Abwasser, Batteriekapazität und Heizungsstatus sind exakt.
  • Holzhalter für unsere Trinkgläser sind in zwei Oberschränke passgenau geschreinert worden. Genial!
  • Der fest eingebaute Dometic Staubsauger arbeitet leistungsstark, ein personifiziertes Highlight.
  • Die tenHaaft Caro SAT - Anlage und das Camos TV - Gerät arbeiten bislang einwandfrei.
    Nachtrag März 2009:  Ein Quietschen bei Azimut Bewegungen konnte durch etwas Silicon Spray an einer Gummidichtung beseitigt werden. Der Tipp kam vom Service von der Firma tenHaaft.
  • Highlight. Eine kleine hölzerne Feststellmechanik für den schwenkbaren TV - Holzrahmen. Einfach und gut!
  • Toll - JVC - DVD Radio mit TV verbunden.
  • Nachtrag: Rückfahrkamera - Set Camos RV 752 hilft jetzt beim Rangieren mit gutem Bild und Ton

Eine kleine technische Bilanz mit der Technik in unserem Dopfer Reisemobil (Stand: 05.04.2013)

Ein Reisemobil ist wie eine kleine Wohnung. Wir haben auf wenig Raumvolumen sehr viele technische Einrichtungen, die sich durchaus mit der Technik eines Hauses vergleichen lassen. Steht man(n) mit der Technik auf 'Kriegsfuss', dann hat man in der Regel bei einem Ausfall sehr schlechte Karten. Nachdem das neu erworbene Fahrzeug die Werkstatt verlassen hat und man sich auf große Fahrt begibt, dann sollte auch alles und immer funktionieren!

Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Ich will hier nach nunmehr 4 Jahre und 3 Monate Betrieb und ca. 71.000 Kilometer keine Asche auf irgendwelche Häupter verstreuen, sind wir doch zu 98 % mit dem Gesamtpaket zufrieden, aber die technischen Mankos, besonders mit dem Material der Zubehörlieferanten, sollen auch nicht im Verborgenem bleiben. Vielleicht helfen die von uns praktizierten Lösungsmethoden dem einen oder anderen ja auch weiter. Sollte man bei jeden Ausfall den Mobil - Hersteller aufsuchen müssen, ist das z.B. in unserem Fall mit vielen Kilometern und eventuell mit hohen Kosten verbunden. Eine kleine Werkzeugauswahl sollte immer an Bord des Mobiles mitfahren. Aus Gewichtsgründen sollte aber genau überlegt werden, was mitgenommen wird. Hier muss ein(e) jeder Mann/Frau entscheiden, was eventuell nötig sein kann. Unser Hersteller Dopfer - Reisemobil ist auch nach dem Ablauf der Gewährleistungszeit  immer und gerne bereit uns telefonische Hilfestellung mit Lösungsvorschlägen zu übermitteln. In den meisten Fällen reichte allerdings die eigene Kreativität aus.



Die kleinen Mängel:

  • Die Handhabung der Motorradbühne ist noch nicht befriedigend. Bei den Trockenversuchen (also ohne Motorroller) funktionierte alles. Mit Roller (138 Kilogramm) sieht das etwas anders aus: Die Unterstützung der Gaszugfedern lässt noch sehr zu wünschen übrig. Es sieht im Werbefilm der Firma doch so leicht aus. Ein Prüftermin in den nächsten Tagen beim Hersteller der Bühne A - Linnepe soll diesen Mangel beseitigen.
    Positiv: Die Garage ist von der Fa. Dopfer passgenau geplant worden!

    Nachtrag: Am 2.12.2008 wurden bei der Firma Linnepe die Zugfedern gegen eine stärkere Version ausgetauscht. Die Handhabung hat sich merkbar verbessert. Für eine einhändige Funktion, muss man wohl Kraftsportler sein. -
     
  • Die SOG - Anlage für die Dometic Toilette setzte während unserer Probereise zeitweise aus. Beim Schließen des Schiebers in der Toilettenkassette lief der Ventilator der SOG - Anlage trotzdem weiter. Ein Reed Relais wird hier von einem Magneten im Schieber gesteuert und unterbricht die Stromzufuhr, sobald das Magnetfeld nahe ist. Das Auswechseln des Reed Relais beseitigte diesen Aussetzfehler. Die Firma SOG war hier sehr bemüht und hilfreich der Ursache auf den Grund zu gehen.

    Nachtrag: Ende März 2009 schickt mir die Firma Dometic nach einem (freundlichem) Reklamationsschreiben meinerseits eine neue und kostenlose Toiletten Kassette zu. Der Schwimmer im Gehäuse für die Anzeige des Füllstandes war auf der letzten Reise innen abgebrochen. Trotz aller Garantie - und Gewährleistungsvorschriften ist das eine unkomplizierte und kulante Lösung! Der Schwimmer ist zwar einzeln lieferbar, jedoch für ungeübte Hände sehr schwer ohne neuen Bruch in die vorgesehene Halterung ein zu führen.
     
  • Die Bildqualität der eingebauten Anlage (WAECO PerfectView LCD550S) mit der SW - Kamera CAM 20 M und dem  Farb-Monitor 511 L ist nach meinen beruflichen Erfahrungen von schlechter Qualität und passt so gar nicht mehr in diese Zeit. Ein Tausch der Teile bei der Abnahme des Fahrzeuges erbrachte keine Verbesserung. Wir vermissen auch ein Mikrofon in der Kamera. Hier stimmt das Preis/Leistungsverhältnis für dieses Produkt ebenfalls nicht mehr.

    Nachtrag: Im Februar 2009 wurde das Kameraset von Waeco gegen das Camos-Set RV-756 von der Firma Dopfer mit hohem Aufwand (Kabel) kulant ausgetauscht, da der Firmenchef über diesen Mangel mit mir Shutter bedeutet Klappenschließer :-))einer Meinung war!
    Eine Qualitätssteigerung um ein Vielfaches. Vielen Dank!

    Das Video - Rückfahrsystem Camos RV-756 überzeugt durch den 7" TFT - Monitor CM-708 im 16:9 Breitbildformat mit zwei Kameraeingängen. Die Shutter - Farbkamera CM-46 liefert Dank Blendenautomatik, Infrarot Zusatzlicht und Mikrofon beste Bild - und Tonqualität direkt ins Cockpit.
     
  • Eine Funktion der Entkeimungsanlage versteht sich mit den Wasserstandssensoren (Votronic) im Tank nicht. Beide Systeme arbeiten mit ähnlichen Sensoren. Die Anzeige der Reich - Entkeimungsanlage, die angibt, dass der Wasserstand zu gering ist und um Strom zu sparen die UV-Lampe nun ausgeschaltet werden kann, hat eine Fehlfunktion, denn sie blinkt immer. Eine Überbrückung zweier Kontakte an der Steuereinheit legt den Sensor lahm. Eine andere Maßnahme bietet die Herstellerfirma nach Rücksprache nicht an. - Es ist ja nur eine Anzeige zusätzlich. Denn ein Blick auf den Wasserstand im Tank ist ja bereits möglich, um dann die Lampe aus zu schalten oder noch nicht.
     
  • Nachtrag: Im Februar 2011 fing unser Waeco - Kompressorkühlschrank an zu 'spinnen'. Wiederkehrend wollte der Kompressor nach der üblichen Laufzeit nicht abschalten. Er schwang so vor sich her, bis er dann doch endlich mit einem hörbaren 'Klack' abschaltete. Die Waeco - Hotline gab mir den Tipp zwei Punkte am Elektronikblock zu überbrücken. Dass dazu der Kühlschrank ausgebaut werden muss, war mit viel Arbeit verbunden. Nun lief der Kühlschrank mit einem überbrückten Thermostat über 60 Minuten einwandfrei. Also ist der Thermostat fehlerhaft und musste ausgetauscht werden. Relativ einfach ist dieser Austausch dann zu machen. Nun läuft der Coolmatic MDC - 110 wieder einwandfrei. Dass ich bei dieser ganzen Aktion auch noch 45,- Euro für das Material, den Versand und die Verpackung berappen musste, versuche ich nach nur 2,5 Jahren in Betrieb durch einen Kulanzantrag zu korrigieren.
     
  • Nachtrag: Im Laufe des Jahres 2011 sind ein paar kleine technische Ausfälle hinzu gekommen. Unsere Cramer Kochmulde machte Ärger mit einer Flamme. Sie zündet zwar, hält aber nicht und geht immer wieder aus. Das Thermoelement für die Sicherheitseinrichtung hat seinen Geist ausgegeben. Das Ersatzteil wurde bestellt und das Element ausgetauscht. Nun bleibt die Flamme wieder beständig in Betrieb. (Sehr teures Ersatzteil 22,50 Euro) Eigentlich mache ich es nicht, aber in diesem Fall habe ich gleich ein zweites Thermoelement bestellt, damit auf langen Reisen kein Frust aufkommt. Wahrscheinlich werde ich es nie benötigen.


     
  • Unsere Büttner Solar-Anlage zeigte bei den letzten Ausflügen eine nur mäßige Stromausbeute. Da die Anlage fachmännisch installiert wurde, konnte ich am Solarregler die Leerlaufspannung jedes einzelnen Solarmoduls messen, denn es waren jeweils von beiden Modulen Plus und Minus separat verlegt worden. Ich stellte einen großen Unterschied zwischen den Spannungswerten fest. Einmal waren es ca. 24 Volt und bei dem anderen Modul nur 12 Volt. - Es wurde mir klar, dass nur ein Modul Strom liefern konnte. Bereits mit dem Gedanken ein Modul zum Austausch einschicken zu müssen, demontierte ich die Module. Das Einschicken konnte ich mir zum Glück schenken, denn der Fehler wurde nach dem Öffnen des Anschlusskastens offensichtlich. Es hatte sich eine Anschlusslasche gelöst und somit wurde ein Stromkreis innerhalb des Moduls unterbrochen. Ich lötete alle Anschlüsse nach und das Modul arbeitete wieder einwandfrei. So schlechte Lötstellen innerhalb des Anschlusskastens entspricht nicht der gewohnten Qualität der Büttner Produkte!


  • Der Türgriff unserer Aufbautür löste sich wiederkehrend auf der äußeren Seite. Die Inbusschraube konnte nicht mehr nachgezogen werden, weil nun das Gewinde ausgerissen war. Nach einem Schreiben an die Firma Bocklet erhielt ich, kulanter Weise, einen kompletten neuen Türgriff. Die technische Ausstattung war hier etwas anders. Wahrscheinlich war der Firma dieses technische Manko in der Zwischenzeit bekannt geworden.
  • Ebenfalls die Türbeschläge der Bocklet - Klappen und Garagentüren haben nicht lange gehalten. Im September 2012 mussten einige ausgewechselt werden. Siehe hier



  • Eine Handtuchhalterung im Bad wackelte von heute auf morgen. Hier konnte ich die Stange wieder befestigen, nachdem ich den Halter ausgebaut hatte. Es hatten sich zwei Schrauben gelöst. Mit zwei Federringe und etwas Schraubenlack hoffe ich auf eine langfristige Lösung.




  • Nachtrag: Im Jahr 2012 gab es einige weitere technische Ausfälle. Auf unserer sechsmonatigen Langzeitreise quer durch die USA setzte unsere Alde - Heizung aus, bis hin zum Totalausfall. Mit einem Vielfach Messinstrument konnte ich die Ursache ermitteln. Eine Thermosicherung fiel aus. Durch einen Anruf beim Service der Firma erfuhr ich was diese Sicherung absichert. Es ist ein Widerstand, der bei einer Temperatur von über 91 Grad Celsius den Strom nicht mehr durch lassen soll. Also eine letzte Sicherung, wenn alles andere Ebenfalls nicht mehr funktioniert. Durch eine Brücke ersetzte ich das Bauteil, da es einen mechanischen Fehler hatte und keine andere Ursache vorhanden war. Zuhause ersetzte ich das Bauteil gegen eine neue Sicherung. Alles ging gut! Die anderen Defekte waren nicht so gravierend, alles konnte ich mit dem Bordwerkzeug reparieren.

     

Das große Thema, wie bei fast jedem Reisemobil:

  • Gewicht - Nach den erstellten Planungszahlen folgte nun eine etwas bittere Realität.
    Auch bei unserem Projekt sind in der Planungstheorie und nach der Abnahme enorme Differenzen in der Zuladungskapazität zu verzeichnen. Gute 200 Kilogramm fehlen uns an Zuladung auch mit oder trotz der Freigabe von Mercedes auf 5300 Kg. Ohne diese Auflastung müsste unser Motorroller in der häuslichen Garage verbleiben und nicht in der mobilen Garage mitfahren.
    Wie kommt es dazu - haben wir uns und den Vertragspartner gefragt. Unsere Feststellung lautet ganz einfach, aber in diesem Fall unbefriedigend. - Jeder Luxus hat nicht nur einen Preis, sondern vor allem sein Gewicht! Viel Zubehör, die hohen Batteriekapazitäten, Wasservorrat für einige Tage, Aufbauklimaanlage, Mineralwerkstoffplatten in Bad und Küche und eine stabile Kabinenkonstruktion bringen auch stabile und viele Kilogramm auf die Waage. Was können wir nun machen?
    Fast nichts - nur bei der Beladung jedes Teil mehrfach bewusst kontrollieren, ob es auf dieser Reise/Fahrt wirklich gebraucht wird oder doch Zuhause verbleibt. - Dann noch über die Waage und trotzdem mit gutem Gewissen und sehr guter Laune auf das nächste Abenteuer zusteuern! Wir machen das mit Sicherheit.
     
  • Die Lastenverteilung wurde von Fa. Dopfer gut gelöst. Die Tanks sitzen kurz hinter der Hinterachse. Akkus, Kühlschrank, Klimaanlage, Küchen - und Badausstattung über der Achse oder kurz davor. Wird das Fahrzeug beladen, gleichen sich die Gewichte zwischen dem Roller in der Garage und dem Zubehör im vorderen Stauraum so aus, dass eine gleichmäßige Verteilung vorliegt. Das Fahrgestell fühlt sich stabil auf der Straße an.
    Ein Schwabbeleffekt in den Wassertanks wird durch eingesetzte Barrieren in den Tanks vermieden. Trotz hoher Auslastung fühlt sich der Sprinter sicher an!

Unsere Bilanz fällt insgesamt sehr positiv aus. Natürlich redet sich wohl jeder Reisemobilfahrer sein Fahrzeug schön - trotzdem haben wir von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Realität versucht alles so neutral wie nur möglich zu beschreiben.


Die Trennung:

  • Es ist mal wieder soweit. Der Drang nach einer neuen mobilen Erfahrung hat uns wieder erwischt. Nur ungern trennen wir uns von unserem BoDo. - Keine Probleme führten zu dieser Entscheidung. Es ist alleine die Gier nach einem anderen Fahrwerk. Warum es erneut kein Dopfer geworden ist, liegt sicherlich nicht an der Firma und dem tollen Handwerker Team! Ungeduld ist hier die Überschrift. Ein paar Monate haben wir uns genau überlegt was gut für uns ist. Alle guten Dinge sind drei, sagt man sprichwörtlich. - Wir haben noch immer nicht genug von Nordamerika und möchten 2014 nochmals die Staaten und Kanada für ein paar Monate besuchen. Diese Reise wollen wir mit einem neuen Reisemobil unternehmen. Was es letzt endlich geworden ist, werden wir an gleicher Stelle berichten.
     
  • Unser Bocklet Dopfer Reisemobil konnten wir in gute Hände gegeben. Viele schöne Reisekilometer soll er nun die neuen Eigner mindestens genauso gut wie uns fahren.

 

Danke für das Interesse und die Begleitung bei unserem mobilen Projekt 2008 - 2013!


Stand: 05.04.2013

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