Was uns am Robel Delmun gefällt -

- um darauf eine Antworten geben zu können, müssen unsere Camping - Erlebnisse kurz erzählt werden.Ford Explorer mit Hymer Moving
Im Winter 2001 sind wir von Januar bis März mit einem Wohnwagengespann (14 Meter Gesamtlänge) in Spanien und Portugal gewesen. Die erste Reise in dieser Jahreszeit und das erste Mal per Gespann zum Mittelmeer und zum Atlantik. Erna mochte diesen "Roadtrain" nicht fahren und so musste ich die ganze Strecke alleine fahren. - Mist. Die Parzellen auf den Campingplätzen waren überall sehr klein. - Mist. Unsere Interessen, Land und Leute kennen zu lernen, mussten wir mit sternförmigen Ausflügen "bezahlen". - Mist. Das Zugfahrzeug, ein Ford Explorer 4.0 war ein Benziner und schluckte im Gespannbetrieb im Schnitt 18 Liter auf 100 Kilometer. - Mist.
Es kamen also einige  - Mist - Dinge zusammen, die uns auf den Reisen mit dem Wohnwagengespann nicht mehr gefielen. Im Gedankenspiel hatten wir uns auf unseren kontinuierlichen Messebesuchen eigentlich schon einmal für einen Vollintegrierten entschieden, damals einen Frankia. Wir bemerkten jedoch bei unseren Freunden, die mit solchen Konstruktionen fuhren, auch die großen Nachteile dieser Bauart. (kein Airbag, große Frontscheiben, viele Kältebrücken) - Wir fuhren also mit diesen frischen Gedanken im Kopf nochmals Ende März 2001 zur Messe nach Essen. Hier trafen wir zufällig auf Herrn Günter Robel und seine tollen Aufbauten. Wir verguckten uns spontan in einen Delmun 560 auf VW T4 - Basis. Dieses Fahrzeug passte genau zu unseren damaligen Bedürfnissen und so bestellten wir spontan einen Neuen mit vielen "Schikanen". Im Juli konnten wir dann unseren "Robby" in Emsbüren abholen.

Ein schönes Fahrzeug

Hintere Ansicht ohne Fahrradständer

Das runde Abwaschbecken

Eine Seitenansicht

Der schöne Hintern

Eine Innenansicht

Ein kleiner Erfahrungsreport nach 3,5 Jahre mit dem Robel - Delmun.

Der Aufbau
Die selbsttragende und mit besonderen Profilen verklebte Vollsandwichkonstruktion des Robel Aufbaus erfüllte alles, was der Prospekt versprochen hatte. Die 35 mm Wandstärke isoliert bei Kälte genau so gut, wie bei der Sommerhitze. Das GfK-Material weist eine sehr hohe Beständigkeit aus, was sich besonders bei Hagelbeschuss sehr positiv bemerkbar gemacht hat. Keine Spuren hinterlassen die harten Körner! Die glatten Außenflächen bilden eine flächenbündige Einheit. Die einzelnen GfK-Teile sind zudem noch mit einer optisch brillanten schwarzen Fuge versehen, die seines Gleichen in der Branche sucht. Die Übergänge sind auch farblich sehr schön und genau an die Fahrerkabine angepasst worden. Der 52 mm starke Fahrzeugboden besteht aus einer aufwendigen Konstruktion aus Alu-Profilrahmen, GfK-Außenhaut und einer wasserfesten Sperrholzplatte an der Oberseite. Isoliert wird das ganze mit Polystyrol-Hartschaum. Das Ganze ist als Einheit gepresst verklebt worden und bietet daher in sich eine sehr hohe Steifigkeit. Die Seitz - Rahmenfenster sind ebenfalls für dieses Reisemobil gut gewählt. Der Vlies an der Decke und an den Wänden vermittelt eine wohlige Wärme und ist zudem noch sehr Pflegeleicht und atmungsaktiv. Das optionale Heki - Dachfenster über der Rundsitzgruppe ergab ebenfalls tagsüber eine gute Lichtausbeute und die Be- und Entlüftung war einfach zu Händeln. Wir konnten keine Verschleißerscheinungen feststellen und haben uns in der Kabine zu jederzeit sehr wohl gefühlt.                          

Das Fahrgestell - VW T4 mit Automatikgetriebe
Der VW T4 war unser erster VW und ebenfalls der erste Turbodiesel in unserem Leben. Die ersten Kilometer haben wir uns beim Gasgeben noch ein wenig zurück gehalten. Das Fahrgefühl war ähnlich wie im Personenwagen. Das automatische Wandlergetriebe schaltete gut und je nach Fahrverhalten auch angepasst. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 135 km/h sind wir sehr selten gefahren, obwohl es für dem T4 mit seinen 102 PS keine Last bedeutete. Der Verbrauch war für die defensiv gefahrenen 43.000 Kilometer mit durchschnittlich 11,09 Liter/100Kilometer überraschend gering. Biodiesel habe ich nur ein einziges Mal getankt und sofort wieder Abstand davon genommen. Starke Leistungsminderung und ein erhöhter Verbrauch rechtfertigten die sehr geringe finanzielle Ersparnis nicht! In der Garantiezeit hatten wir einen Ausfall am Motor zu beklagen. Der Turbolader setzte wohl zeitweise aus und wurde ersetzt. Leider hat die Prozedur einige Werkstattaufenthalte gebraucht, bis der Fehler erkannt und beseitigt wurde, schade! Mit den Abwicklungsmodalitäten von VW hatte ich auch so meine Schwierigkeiten! Die werksseitig montierten Continentalreifen hatten einen sehr geringen Verschleiß was die Profiltiefe anging. Vorgefundene Auswaschungen im Blockprofil an den hinteren Reifen sind laut Continental auf die Konstruktion der Hinterachse des T4 zurück zu führen. Die Lenkung des VW ist fantastisch. Die Bremsen haben allerdings nach meinen Empfindungen sehr schnell an Bremskraft verloren. Mehrere Überprüfungen bei VW ergaben hier keinen Befund. - Wir stellen fest: Wenn der T4 immer so läuft wie die ersten Wochen nach der Übergabe, gibt es nichts zu Beanstanden. Die Wartungsintervalle sind sehr groß, allerdings genau so groß ist dann die Wartungsrechnung! Mit dem Aufbau hatte der T4 auch bei Erreichung der maximalen Belastung von 3300 kg keine Mühen.     Zurück

Technik im Robel - Delmun
Die Installation der technischen Einrichtung nimmt Robel sehr genau vor. Als Techniker lege ich besonderen Wert auf Sicherheit und Genauigkeit. Hier habe ich keinerlei Mängel auffinden können. Die elektrische Anlage ist gut in Kabelschächte verlegt und die Gas- und Wasserrohre ebenfalls einwandfrei verlegt worden. Der Frischwassertank liegt genau in der Mitte auf der Hinterachse und macht somit auch eine gute Lastverteilung möglich. Der Abwassertank ist unterflur hinter dem Fahrer positioniert und wird beheizt. Die Truma - Kombiheizung hatte zwar nach 2 Jahren einen Ausfall, wurde aber auf Teile - Kulanz von Truma repariert und arbeitete allgemein gut. Die Gel-Aufbaubatterie (unter dem Fahrersitz) reichte mit der Kapazität von 85 Ah aus, wenn wir sie mit Solarstrom und mit der Lichtmaschine gefüttert haben. Einen Landanschluß benötigte wir nur, wenn wir wieder zu Hause waren und den Akku wieder maximal geladen haben. Hilfreich war uns bei der Überwachung des Akkus der Batteriecomputer von Büttner-Elektronik. Die Entleerung des Abwassertanks ging besonders gut, da der Ablaufstutzen direkt hinter dem Fahrersitz installiert ist. Das Rangieren zum Gully war hier besonders einfach. Der große Durchmesser erlaubte eine Entleerung innerhalb von 2 Minuten. Das Befüllen des Frischwassertanks erforderte jedoch etwas Feingefühl, da die Entlüftung nicht gut funktionierte und das Wasser ggf. wieder zurück kam. Der Gasflaschenkasten ist gut erreichbar und das Wechseln der Flaschen ist sehr einfach. Die Triomatik ist empfehlenswert, da uns innen eine Überwachung fehlte und das Umsteigen auf die Reserveflasche somit automatisch arbeitete. Die Raumbeleuchtung ist gut dimensioniert und arbeitete einwandfrei. Ein kleiner Spannungswandler, den wir nachgerüstet haben, erfüllte viele Aufgaben. Fernseher, Laptop und Receiver wurden zeitweise damit versorgt. Die eingebauten Elemente von Calira (Netzversorgung, Ladegerät und Control - Panel) gehören nicht zu meinen persönlichen Favoriten, erfüllten aber bis auf die Genauigkeit der Füllstandsanzeige der Tanks (25 % - Sprünge) den Sinn ihrer Verwendung. Die automatische Satelliten - Antenne von der Firma Kathrein machte uns sehr viel Freude. Für Stellplatzbesucher ist die automatische Variante empfehlenswert.            Zurück

Der Möbelbau
Die Möbelverarbeitung der Robel Reisemobile ist wohl einmalig! Man bemerkt sofort, hier sind Fachleute am Werk!! Echtholz - Erle wird von Robel größtenteils eingesetzt. Alle Klappen und die Tür arbeiteten einwandfrei. Die optionalen Schubladen links und rechts unter der Sitzbank haben viele Vorräte aufgenommen und waren somit griffbereit beim Kochen. Die Küchenmöbel haben für mich als etwas größer gewachsenen Mann eine sehr gute Höhe. Ich bekam beim Abwaschen keine Rückenprobleme, wie es zu Hause der Fall ist. Das runde Waschbecken sieht nicht nur gut aus, es funktioniert auch besonders gut. Zu Zweit kann man hier nicht nur frontal stehen, sondern auch auf der Treppenseite seine "Pflicht" erfüllen, während die zweite Person sich ebenfalls von der Front aus beteilig. Ist die Abdeckung drauf, haben wir eine sehr große Arbeitsfläche zur Verfügung. Auch der Naßzellenbereich ist sehr schön gestaltet und ebenfalls sehr funktionsgerecht eingeteilt. Einen großen Spiegel haben zusätzlich an der Innenseite der Tür des Sanitärraumes geklebt. Das Duschen war auch keine Hürde, wenn man einmal von dem klebenden Vorhang am Hinterteil absieht.                        Zurück

Subjektive Merkmale
Der Delmun ist ein kleines schnuckeliges und sehr flexibles Reisemobil für zwei Personen, egal welchen Alters. Das Parken auch in Innenstädten Garagenplatz für den Delmunmacht bei 2,10 Meter Breite und 5,60 Meter Länge gar keine Probleme. Das Fahrzeug passte sogar mit einer Durchfahrtshöhe von 2,90 Meter in unsere Garage. Im Alkoven fehlt es für zwei Personen etwas an Luftvolumen. Dieses Manko wurde beim Nachfolger auf T5 - Basis bereits deutlich verbessert. Das Handling mit der eingebauten Alkovenleiter war leider mangelhaft. Die Verwendung einer separaten Leiter war für uns nicht zu vermeiden. Liegt man dann im Alkoven, kommt nur noch Wohlgefühl auf. Reicht der Alkoven für seinen Freiheitsdrang nicht aus, baut man die Rundsitzgruppe mit wenigen Handgriffen zu einer Schlafwiese um. Ein sehr großes Doppelbett ist hier die Belohnung. Teilen sich zwei Personen den Alkoven und die Schlafwiese, kommen Beide auf ihre Kosten. Der Beifahrersitz sollte generell mit einer Drehkonsole versehen werden. Hier kann man beim Besteigen des Ausbaus bequem Platz nehmen und sich die Schuhe ausziehen. Die Küche ist praktisch aufgeteilt und reicht völlig aus. Das Bad ist angenehm gestaltet und ist eine Sog - Anlage installiert, macht der Gang zur Toilette sogar Spaß. Die Rundsitzgruppe ist im Delmun 560 für kleiner gewachsene Leute auch für den Mittagsschlaf geeignet. Für zwei Leute (max. 1.87 m) leider etwas zu kurz. Die Polster könnten auch ein wenig dicker und härter sein. Den Gepäckraum unterhalb der Rundsitzgruppe kann man sehr gut gestalten und eine Menge an Gepäckvolumen hinein bekommen.         
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