Skandinavien 2004

Inhaltsverzeichnis
  1. Unser Reiseprofil
  2. Der Wunsch
  3. Der Start
  4. Schweden
  5. Vänern und Aquädukt
  6. Norwegen wir kommen!
  7. Oslobilder
  8. Gaustatoppen
  9. Kjerag
  10. Prekestolen
  11. Napen

 

  1. Folgefonnagletscher
  2. Kaupanger
  3. Jostedalsbreen
  4. Geiranger
  5. Innerdal
  6. Trondheim
  7. RV 17
  8. Camping Vennesund
  9. Höhle bei Skogno
  10. Svartisen
  11. Der Polarkreis

zur Karte

  1. Rentiere
  2. Elchfarm
  3. Campingplatz Gullvik
  4. Skuleskogens
  5. Stockholm
  6. Götakanal
  7. Täkernsee
  8. Halmstad
  9. Dänemark
  10. Stevns Klint
  11. Møn
Allgemein: Nicht jeder mag die nachfolgenden Erläuterungen nachlesen, bzw. sagen vielen Betrachtern die aufgeführten Namen noch nichts. Oben rechts befindet sich der Link "zur Karte". Auf der Übersichtskarte kann man mit dem Mauszeiger die grün eingefärbte Tour verfolgen. Es sind einige Hotspots hinterlegt, von denen kann man per Mausklick auf die dort von uns gemachten  Bilder kommen.

Unser Profil
Diese Aufzeichnungen sind ein kleines Spiegelbild für unsere Art zu Reisen. Wir haben das große Glück unsere Freizeit zur Zeit ohne Termindruck gestalten zu können und reisen gemütlich und behutsam. Auf unseren Routen meiden wir Autobahnen und die Hauptverkehrswege, wenn es sich anbietet. Die Natur auch zu Fuß zu erkunden gehört zu unseren Zielen. Das Bergwandern ist unsere kleine Leidenschaft. Freie Stellplätze nehmen wir gerne an, wenn es das Umfeld gut meint. Campingplätze suchen wir ebenfalls gerne auf, wenn der Leistungspreis auch für unsere Bedürfnisse zugeschritten ist. Die Reisen unternehmen wir grundsätzlich in der Nebensaison. Diese Aufzeichnungen beziehen sich auf faktische Einträge im Tagebuch und auf unsere Erinnerungen. Das Fotografieren ist ein Hobby und gehört zu den Reisen wie der Atlas. Auch wenn dem externen Betrachter in den folgenden 200 Fotos vielleicht das Glücksgefühl fehlt, drücken sie unsere erlebte Freude und den Spaß an dieser Reiseform aus.

Der Wunsch
..nach einer Reisemobiltour durch Skandinavien besteht bei uns seit 1985. In diesem Jahr urlaubten wir 14 Tage mit unseren Kindern (12 und 4 Jahre) in Südnorwegen mit Hüttenaufenthalt. Kleine Autotouren zeigten uns die Vielfältigkeit und die Schönheiten des Landes auf. Für unsere Kinder war dieser Urlaub nicht der Himmel auf Erden. Wir warteten also 19 Jahre bis wir uns diesen Wunsch erfüllten, jetzt ohne Kinder und mit einer mobilen Hütte.

Alexandra, Manfred, Christian-Robert, Erna  1985

Höhlenausrüstung ist Pflicht!  2004

Eine komfortable Unterkunft 

Das Robel - Hotel mit PersonalNach Oben

Der Start.

Am 17. Mai 2004 war es nun endlich soweit. Das Mobil perfekt gepackt mit Kleidung und Futter für mindestens vier Wochen brachte nun 3310 kg auf die Waage. Wir starteten morgens um 6:45 Uhr Richtung Lübeck-Travemünde. Per Internet hatten wir eine Passage mit der Peter Pan der TT-Line nach Trelleborg gebucht. Das Wetter machte heute leider keinen optimalen Eindruck. Das konnte unsere gute Laune aber nicht trüben. Lübeck, nur ca. 70 Kilometer von uns entfernt, erreichten wir heute am Montag sehr schnell. An der letzten Tankstelle nochmals voll getankt und am Skandinavienkai eingecheckt.- Die Peter Pan konnte uns leider nicht transportieren, da sie Motorschaden hatte und im Dock lag. Wir mussten uns also mit der Robin Hood begnügen und auf das opulente gebuchte Schweden-Menü verzichten. Wir begnügten uns also mit dem Kantinenessen auf der Autofähre und verfolgten vorher gegen 10:00 Uhr das Ablegen der Fähre. Das raue und nebelige Wetter begleitete uns noch drei Stunde. Bis zur Ankunft in Trelleborg konnten wir uns dann auf Deck sonnen und die vielen anderen Schiffe beobachten. Pünktlich um 17:15 Uhr verließen wir den Bauch der Robin Hood.

CheckIn am Skandinavienkai in Lübeck Warten auf die Einfahrt zur Fähre

Endlich geht es los! Ablegen in Travemünde

Jetzt kommt das richtige Reisewetter für uns! Sonnendeck Trelleborg-Hafeneinfahrt Hafeneinfahrt in Trelleborg

Prachtvolle Steilküste im Hintergrund Im Hintergrund die Kreidefelsen von Møn

Willkommen in Schweden

Zum ersten Übernachtungsplatz haben wir nur noch ein paar Kilometer vor uns. Wir fahren die Straße Nr. 108 in Richtung Lund zum Schloss - Torup und finden dort auf einem Waldparkplatz einen guten Übernachtungsplatz. Ein Spaziergang im prachtvollen Schlosspark schließt diesen ersten Tag ab.

Hinweis: Wie viele Reisemobilisten haben auch wir bei unseren Vorbereitungen die Lektüre aus der Womo - Reihe „Mit dem Wohnmobil nach ...“ studiert, benutzt haben wir sie jedoch nur die ersten Tage. Die Bücher sind so gut geschrieben, dass die erwähnten Womo - Stellplätze immer sehr stark frequentiert waren.

Ein kleines Traumschloss Schloss - Torup

Kastanie in voller Blütenpracht Schlosspark

Schweden

Skandinavien als Reiseziel zu wählen ist äußerst kühn. - Vor unserer Haustür liegt Dänemark und ist uns durch viele Besuche wohl bekannt. Schweden ist ebenfalls sehr nah und für uns direkt in ein paar Stunden mit dem Schiff oder über die Vogelfluglinie (via Dänemark) zu erreichen. Den größten Teil unserer Zeit wollten wir also in Norwegen verbringen. Da der direkte Fährtransfer nach Norwegen sehr viel kostet, die Euros jedoch sehr knapp budgetiert sind, haben wir uns für den Landweg über Südschweden entschieden. Wir wählten für die Hinfahrt den Weg über Lübeck-Travemünde nach Trelleborg, um von hier aus ein paar Tage den Süd-Westen Schwedens in Augenschein nehmen zu können. Den Rückweg ließen wir noch offen.

Von Dienstag bis einschließlich Freitag fuhren wir also im Westen Schwedens immer Richtung Nordwesten, um dann schließlich nach Oslo zu gelangen. Das Wetter war stürmisch aber die Luft klar und die Sonne schien die meiste Zeit. In Dalby besichtigten wir Europas älteste Steinkirche. In der Universitätsstadt Lund (kostenloser Parkplatz Klostergarden) schauten wir uns im Studentenviertel um und bewunderten im Dom die astronomische Uhr. Ebenso interessant war der schwedische Gottesdienst. Mit Hilfe des markierten Weges konnten wir einen historischen Stadtrundgang auf eigene Faust machen.

Den Nationalpark „Nackarpsdal“ haben wir im Anschluss an die Stadtbesichtigung auf den verlegten Bohlen erwandert.

Hinweis: Hier wurde uns nachhaltig bewusst, dass es auch in Schweden verboten ist im Nationalpark zu übernachten. Eine freundliche aber doch nachhaltige Aufseherin ermahnte uns am frühen Morgen das Übernachten auf dem Wanderparkplatz Skäralid / Kopparhatt zu unterlassen.

An der Nordspitze der Halbinsel Bjärehalvøn am Kattegatt konnten wir am Naturpark Hovs hallar eine Wanderung bei guten Winden unternehmen. Da dort das Übernachten ausdrücklich verboten ist, fanden wir später einen schönen Parkplatz am Nørneredssjøn - Stausee.

Deutsches Tonband mit Erklärungen zur Geschichte Steinkirche in Dalby

Astronamische Uhr im Dom von Lund

Universität von Lund

Übernachtungsplatz am Stausee

Erste Begegnung mit den schwedischen Bohlenwegen Bohlenwanderung in der Skäralitschlucht

Stürmische Steilküste an der Ostsee Hovs hallar an der Laholmsbucht

Vänern und Aquädukt

Man könnte seine Zeit auch hier in Schweden verbringen! Wir verlieren unser Ziel aber nicht aus den Augen und fahren auch einmal 300 Kilometer am Stück - Wir überbrücken hier die Strecke von Halmstad via Göteborg und Trollhättan an den zweitgrößten Binnensee Europas, dem Vänern. Auf der Suche nach einem freien Übernachtungsplatz werden wir zum ersten Mal nicht fündig? Auch die Schweden lieben ihre Natur. Alles in privater Hand. - Wir entscheiden uns für den Campingplatz "Vita Sanders Camping" in Mellerud. ( 135,- schw. Kronen) Das Wasser vom Vänern hat Trinkwasserqualität, ist flach und mit vielen großen Eiszeitfelsen am Ufer versehen. Einen Tag später haben wir uns in Häverud das berühmte Aquädukt genau angeschaut, ein kleines technisches Meisterwerk. Hier befindet sich auch ein kleiner ansprechender und sauberer Campingplatz, den wir uns notiert haben. In Bengtfors konnten wir einen "Gammelgarden" besuchen. Alte Häuser mit vielen alten Utensilien werden hier gezeigt. Im Ort konnten wir auch Brot und frische Lebensmittel nachfassen. Auch ganz im Nordwesten Schwedens finden wir wieder sehr schlecht einen geeigneten Übernachtungsplatz.

Hinweis: Die Kassettentoilette konnten wir sehr gut an den Rastplätzen der Hauptverkehrsstraßen entsorgen „Latrin“ Das Grauwasser war nur mit viel Mühe an Tankstellen (nicht jede hat eine Möglichkeit oder die Mitarbeiter mussten intensiv ($) überredet werden) zu entsorgen. Die Campingplätze (nur wenige waren zu dieser Zeit bereits geöffnet) bieten natürlich in der Regel diesen Service. Auf den Wanderparkplätzen haben wir ebenfalls Entsorgungsmöglichkeiten (per Eimer) an den WC s gefunden. Norwegen ist hier wesentlich weiter entwickelt!!

Flache Badestelle am Vänern Blick vom Campingplatz zum Vänern

Strandweg vom Campingplatz Abendstimmung am Vänern

Aquädukt...

In D undenkbar, erlaubter Gang über eine Wasserbrücke ....mit Steig über die Wasserbrücke

Norwegen wir kommen!

Da wir auf der Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz, ohne es bewusst zu bemerken, bereits in Norwegen (ohne „Schnaps-Kontrolle") angekommen waren, wurden wir nun in Skjønhaug am Øjeren See auf einem Parkplatz endlich fündig. Wir befanden uns hier auf einer Gedenkstätte. 1967 hatte sich an diesem Platz eine Katastrophe ereignet. Mehrere Häuser wurden durch starken Regen unterspült und brachen in sich zusammen. Eine Gedenktafel mit Bildern erinnerte an diese Tage. Hier verbrachten wir eine ruhige Nacht und bemerkten nun auch, wie kurz die Nacht bereits hier oben war. Obwohl die Sonne scheint, fahren wir bei niedrigen Temperaturen in Oslo ein. Im Vorort Lillistrøm holen wir uns norwegische Kronen aus einem Automaten, die wir dann auch kurz danach zum ersten Mal benötigen. Eine Mautstation „bittet“ uns um Eintritt. Ohne Probleme finden wir den anvisierten Campingplatz unterhalb der Holmenkollen -Sprungschanze. „Sauteuer!!“ hat meine Gute im Tagebuch notiert. (435,- Kronen für zwei Tage) - Aber man muss die Stadt gesehen haben. Eine großflächige Stadt in der man überall sieht, dass hier Öl-Millionen hineinströmen. Zwei Tage besuchen wir die Sehenswürdigkeiten und sind mit dem „Oslopass“ gut bedient. Tolles Wetter begleitet uns in dieser Zeit.

Hinweis: Die Wynen - Tankgasflasche macht sich auch hier wieder positiv bemerkbar. Direkt an der Ausfahrt des Campingplatzes können wir den Tank, im Verhältnis zu allen anderen Preisen, günstig nachtanken. (4,89 kr/L)

Gelungene Aufnahme vom Wetterspiel Wetterkapriolen am Himmel

Zeichnung der Naturkatastrophe

Stellplatzbeispiel...

Mittagessen kurz vor Norwegen ....und noch einer

Unsere Oslobilder

Stadtcampingplatz Bogstad. Teuer aber gut. Bogstad - Camping in Oslo

Der Betontroll Der Troll vom Holmenkollen

Hochzeit mit Schneeflocken Brrr Hochzeit am Holmenkollen

Oldtimerparadies im Hafen von Oslo Nostalgieschiffe im Hafen von Oslo

Garde des Königs Die Garde vor dem Königsschloss Anleger zum Fram Museum Museumsinsel Bygdøy von Oslo

Die Sprungschanze über Oslo 
Die Schanze als Sommer - Badeanstalt


Volkstanz im Volksmuseum

Polarforscherschiff von Fridjof Nansen und Co. An Bord des Polarschiffes Fram

Gebäude im Nationalmuseeum   Im Volksmuseum

Eine Stadtbesichtigung ist interessant, aber auch sehr anstrengend! Museen und Bauwerke, Schlösser und Historie halten uns nur zwei Tage fest. Jetzt lockt wieder die Natur. Gut versorgt verlassen wir am Montag, den 24. Mai die Hauptstadt Norwegens und fahren Richtung Dramme. Eine Spiralentunnelstraße wollen wir fahren. In einen ehemaligen Steinbruch fahren wir immer nur linksherum und kommen nach vielen Drehungen etwas benommen oben an. Ein schöner Blick bietet sich uns. Nach ein paar Schritten zur Auflockerung fahren wir nunmehr rechtsherum wieder runter. Die E 134 führt uns nach Kongsberg. Hier besichtigen wir die Backstein - Rokokokirche mit der größten Orgel nördlich von Hamburg. Wir bewundern den marmorierten Holzinnenausbau und die prächtigen Silberleuchter. In Heddal betrachten wir, wie viele Andere auch, die größte Stabkirche Norwegens. Das Tagesziel, den Wanderparkplatz Gaustatoppen, er liegt am Riksvei 37 zwischen Kongsberg – Rjukan und Amot, erreichen wir gegen 18:00 Uhr. Hier wollen wir auf den aussichtsreichsten Berg Norwegens. 4 Stunden benötigt man für die 750 Höhenmeter. Das Wetter sagt ebenfalls ja und los geht es. Nach 2,5 Stunden erreichen wir die Gaustahytta, eine herrliche Aussicht belohnt uns. Das Thermometer zeigt hier Minus 4,7 Grad und wir beschließen zur jetzt vorgerückten Stunde die 15 Minuten zum Gipfel zu unterlassen und kommen noch bei Helligkeit auf dem Parkplatz an. Nach einer Dusche und einer heißen Suppe verbringen wir diese Nacht mit Frost. Schön, dass wir eine leistungsfähige Heizung haben. Drei weitere Reisemobile hatten sich diesen Platz ebenfalls zum Übernachten ausgesucht.



Die aufregende Fahrt im Spiralentunnel Spiralentunnel in Dramme

Sehenswerte Kirchenausstattung Rokokokirche in Kongsberg

Stabkirche von Heddal Stabkirche von Heddal

Bewegung pur! Aufstieg zum Gausta (1881 m)

Eiszapfen Gaustahytta

Schönster Blick im Süden Norwegens Belohnung für den Aufstieg

In der Industriestadt Rjukan können wir Ver- und Entsorgen. Wir fahren am berühmten Wasserkraftwerk (schweres Wasser) Vemork vorbei. Die Landschaft im Telemarkgebiet wird durch die Berge, Täler, Wasserfälle und Seen gezeichnet. Unser nächstes Highlight soll der Lysefjord werden. Den Bolzen (Kjerag) wollen wir uns am Ende des Fjords ansehen. Einen Übernachtungsplatz finden wir im Fjell auf einer Passhöhe. Zum Kjerag führt an nächsten Tag eine einspurige Straße, die jedoch in einem sehr guten Zustand ist. 10 – 15 % ige Steigungen schrecken uns und unser Mobil nicht! Der Weg zum Kjerag selbst ist etwas beschwerlich. Der Klettersteig ist jedoch sehr gut erschlossen. Zwei Berge sind zu überwinden und eine gute Wegstrecke ist zu meistern. Unterwegs treffen wir auf einen norwegischen Basejumper. Bis zu seinem Absprung erfahren wir von ihm viel über seinen Sport. Ein tolles Absprungfoto und ein flaues Magengefühl bleiben bei uns zurück. Bei unserem Abstieg treffen wir den „Sportler“ bei seinem siebten Aufstieg für den letzten Sprung an diesem Tag. Auch ein Fernsehteam konnten wir bei Naturaufnahmen beobachten. Den Hubschrauber für die Luftaufnahmen haben wir in den nächsten Tagen bei weiteren Sehenswürdigkeiten erleben können. Einen Übernachtungsplatz haben wir wieder auf einem Hochplateau gefunden. - WUNDERBAR!

Pflichtprogramm für einen Norwegenbesuch Der Bolzen (Kjerag)

Beobachtung eines Hubschraubers unter uns! Das Hochplateau am Kjerag

Der kühne Absprung zum 5 Sekundenglück

Einsamer Übernachtungsplatz im Fjell Stellplatz auf einer Passhöhe

Ein typischer Rastplatz in Norwegen. Komfortabel! Wieder ein toller Stellplatz

Blick auf Lysebotn am Ende des Fjords. Hier unten in Lysebotn gibt es einen CP.

Bei strahlenden Sonnenschein fahren wir vom Fjell über die Gebirgszüge Hurnedalen und Dirdalen nach Ålgard zur Ver- und Entsorgung, dann weiter in Richtung Lauvvik. Wir überqueren den Lysefjord und finden auf der kleinen Insel Idse einen Übernachtungsplatz. Wir ruhen uns für den Rest des Tages aus und bereiten uns auf den Prekestolen für den nächsten Tag vor.

Heute am Freitag, den 28.5.2004 fahren wir auf den Parkplatz (teuer) am Einstieg zum „Predigerstuhl“. Es ist ein wenig bewölkt, jedoch sind die Aussichten nicht schlecht und wir beginnen mit unserem Tageswerk. Der Weg ist gut gesichert. Das ist auch unbedingt nötig, denn einige Touristen laufen mit Halbschuhen diesen fast Klettersteig hinauf. Nach 1,5 Stunden eröffnet sich uns ein fantastischer Ausblick zum Lysefjord. Zwischenzeitlich scheint auch die Sonne in voller Pracht. Ein kurzes Stück weiter sehen wir nun den Stuhl. Ein mächtiger Felsblock ragt gut 600 Meter hinab in den Fjord. Mutig schauen wir von der Kante in den Abgrund und der Magen meldet wieder ein flaues Gefühl. Nach dem Duschen fahren wir weiter nach Fister. Den beschriebenen Womo - Stellplatz finden wir zwar, aber jetzt steht ein eindeutiges Schild: Camping verboten. Wir fahren auf den Campingplatz nach Fister und verbringen zwei herrliche Tage in dem heimeligen Fischerort. ( 120,- Kronen pro Tag)

OHNE WORTE!! Erster Blick auf den Fjord

Der Predigerstuhl gehört ebenfalls zur Pflicht. Bricht die Kanzel?

Siehe Oben. Ohne Worte

600 Meter geht es steil abwärts. Die Kante

Fister an der Nordsee hat einen gemütlichen Campingplatz. Gut für Angler. Fischereihafen von Fister

Hier kann man es auch länger aushalten. Empfehlenswerter Campingplatz in Fister

Nach einem erholsamen Gammeltag mit Grillen und mehreren "Neunminutenduschen" geht es weiter. Wir visieren heute eine Wanderroute an. Im Skigebiet von Gulligen wollen wir den Napen (1350) besteigen. Im Rother Wanderführer ist der Einstieg so gut beschrieben, dass wir die Parkbucht auch sofort finden. Heute, am Sonntag treffen wir auch immer wieder auf naturverbundene Norweger. Die Gehzeit von 5 Stunden für die 13 Kilometer und 600 Höhenmeter sind bei sehr guten Bedingungen keine Last. Auf dem Gipfel bietet sich uns ein traumhafter Weitblick über die Hügel der Hardanger Vidda. Da auch der Abstieg einige Zeit in Anspruch genommen hat, bleiben wir gleich dort und übernachten wieder im Gebirge.

Blick vom Gipfel des Napen Gipfelplateau des Napen

Hardanger Vidda im Hintergrund Blick ins Hardanger Vidda

Sogar TV-Empfang am Gebirge Parkplatz zum Einstieg

Steinhaufen als "Bergkreuz" Steinhaufen als Gipfelzeichen

Nicht eine Wolke trübt den nächsten Morgen! Unser heutiges Ziel ist der Folgefonnagletscher. Um von der Straße Nr. 13 nach Sunndal zu gelangen, fahren wir durch den 11,15 km langen Folgefonn-Mauttunnel ( 60,- Kronen) unter den Gletscher hindurch. Auf dem Wander-Parkplatz zum Brendhusbreen -Gletscherfall finden wir für unser 5,60 Meter Reisemobil noch einen Platz. Der Aufstieg zum Gletscher-Wasserfall nimmt ca. 1,5 Stunden ein. Es handelt sich um einen gut ausgebauten Gehweg zu einem See und weiter über einen steinigen Pfad zur Gletscherzunge und dem Wasserfall. Die richtige Dosis für einen guten Hunger! Am späten Nachmittag leert sich der Parkplatz und wir beschließen hier zu nächtigen. Dabei gelingt ein fantastisches Foto gegen 23:00 Uhr.

Gletschersee am Folgefongletscher Gletschersee

Gletscherzunge Brendhusbreen

Brennende Füße brauchen eine Abkühlung Abkühlung der Füße

Blick aus dem Womo-Fenster auf den Gletscher bei Nacht Gletscher bei Nacht

In der Ferne sieht man die Eiszunge, unser Wanderziel. Da Da hinten, ist unser Tagesziel

Wasserfall vom Gletschereis   Eiswasser vom Gletscher

Vorerst liegen nun trotz Planung keine Wanderungen an. Blase am Zeh und unerwartet warmes Wetter fordern das. Wir fahren eine sehr schmale Strasse am Fjord entlang in Richtung Løffelstrand. Dann überqueren wir den Hardangerfjord bei einer traumhaften Sicht. Auf der Küstenstrasse 49 geht es weiter bis Nordheimsund. Hier betrachten wir einen Wasserfall von hinten. In Østese tanken wir und eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit bietet sich ebenfalls. Mittags gibt es einen frischen Blumenkohl ( 5 Euro). Wieder auf der Strasse Nr. 13 finden wir kurz hinter Voss in einem höher gelegenem Skigebiet einen Stellplatz für die Nacht. Die folgende Nacht wird uns leider von Jugendlichen „versaut“. Sie veranstalten hier mitten in der Nacht Kleinkaliber-Schießübungen und drehen rasante Runden auf dem Schotterplatz. Gegen 02:00 Uhr kehrt dann endlich Ruhe ein. Hier macht sich psychologisch unser Womo - Knackerschreck gut.

Unser Frühstück nehmen wir am nächsten Morgen allerdings erst auf einer Passhöhe kurz hinter Vinje ein. In Vik können wir anschließend eine schöne Stabkirche besichtigen. In Vangsnes geht es über den Sognefjord und weiter nach Hella. Die Strasse 55 am Fjord entlang bis Sogndal und anschließend nach Kaupanger. Ein Selbstbedienungs-Campingplatz - Amlesanden Camping (70 Kronen) - lädt zum ausgedehnten Lüften und zur Reinigung des Innenraumes ein. Hier machen wir uns auch draußen breit und bereiten ein feudales Gericht. Stabkirche und Hafenanlage von Kaupanger ist uns einen Spaziergang am Nachmittag wert.

Kaupanger am Sognefjord Kaupanger

Schöne Stabirche in Kaupanger Stabkirche von Kaupanger

Über den Jostedalsbreen Frühstück auf der Passhöhe

Blick erinnert an das Mattertal in der Schweiz Serpentinenabfahrt nach Vik

Nach dem Frühstück auf unserer "Terrasse" geht es zurück nach Sogndal. Hier finden wir eine Ver- und Entsorgungsstation, da der CP keine hatte. Das uns hier bei großem Gelächter der Gummischlauch meines Adapters beim Abdrücken wegen des hohen Druckes geplatzt ist, sei nur nebenbei erwähnt. Die Fahrt geht auf der 5 weiter. Durch einige Tunnels unter dem Jostedalsbreen - Gletscher werden auch wieder Mautbeträge von uns erwartet. Die Bøyabreen - Gletscherzunge konnten wir von einem Parkplatz aus durch einen kurzen Spaziergang ins Auge nehmen. In Skei haben wir aus unserem Fenster einen tollen Blick, den wir bei Kaffee und Kuchen genießen. Die 39 fahren wir weiter zum Nordfjord. Biegen dann allerdings wieder ab auf die 60. Den Parkplatz zum Briksdalbreen erreichen wir über Olden. Hier steigen wir zum Jostedalsbreen auf. Die Gletscherzunge Briksdalbreen erleben wir ganz nah, ganz groß und ganz blau. Imposant! Auf dem Parkplatz (Gebühr) hätten wir auch über Nacht stehen können. Wir fahren aber zurück und dann weiter in Richtung Geirangerfjord. Bei Hjelle finden wir den kleinen Campingplatz Nygård Camping ( 100,- Kronen) und lassen hier den Tag bei Sonnenschein ausklingen.

(Bei einigen Browsern kann eine Bildbeschreibung per Mauszeiger angezeigt werden)

Wasserflugzeug bei der Landung in Kaupanger Wasserflugzeug ist gelandet

Neuer Blickfang auf dem fahrenden Auto Blick aus dem Fahrerhaus

Wieder eine Gletscherzunge Wieder eine Gletscherzunge

Blick durch das Gletschereis Blick aus dem Gletscher

Naturgewalt ganz nah! Eine Gruppe Eiswanderer

Nur etwas für Gehbehinderte und Asiaten - hihi Fußkranke

Wir staunen über diese Schönheit Naturgewalt

Wir schwitzen, aber die Abkühlung ist ganz nah Ein bisschen Schwitzen muss man schon

Kaffeepause mit Sonntagsblick Kaffeepause

Erschreckend, wie schnell das Eis verschwunden ist. Erschreckend, die Marke von 1920

Parkplatz zur Gletscherzunge Parkplatz am Gletscher

Blick aus dem Fahrerhaus Blick nach vorn

Heute am Freitag, den 6. Juni ist der Himmel zum ersten Mal so richtig bedeckt. Gegen 10:00 Uhr starten wir für einen weiteren Höhepunkt. Wir fahren die 15 weiter, um auf die 63 zu gelangen. In Geiranger sehen wir bereits bei der Anfahrt einige Passagierschiffe auf Reede. Da das Wetter nicht besser wird, beschließen wir nicht in Geiranger zu verweilen, sondern die Trollstiegen noch an diesem Tag zu befahren. Über Eidsdal und mit der Fähre nach Linge erreichen wir das Baukunstwerk. Die Straße schlängelt sich auf kurzer Distanz die Schlucht hinab. Die Fahrt bei maximal 15 % Gefälle ist ein Hochgenuss. Einen Übernachtungsplatz finden wir an der 660 am Ufer eines Fjords.

Kartoffeln schälen gehört zu meinen Aufgaben Campingplatz in Hjelle

Da unten liegen die Pötte Geiranger

Technisches Meisterstück Trollstiegen

Beifahrer hat Zeit zum Fotografieren Trollstiegensicht bei der Abfahrt

Weg zur Aussichtsplattform Weg zur Trollstiegen - Aussichtsplattform

Stiller Schlafplatz an der Straße am Fjord Grauer Stellplatz

Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage wollten wir nun in die Natur zurück. Unser Weg führte uns über Eidsväg nach Nerdal. Hier befindet sich der Parkplatz für den Einstieg in das schönste Innental Norwegens, das Innerdal. Eine Wanderung hinauf ins Tal lässt uns die aufregende Zeit der letzten Tage gut verarbeiten. Am späten Nachmittag, wir kamen gerade von der Tour zurück, fing es an zu regnen und wir machten uns einen ruhigen Abend mit Wein und Käse.

Schön, dass unser Robel-Hotel in der Nähe ist! Bewohnte Touristenunterkunft

Nur wenige Wochen im Jahr unbenutzt Winterräumdienst hat Pause

Einsiedleratmosphäre Ein bewirtschafteter Bauernhof

Natur pur Das Innerdal

Am nächsten Tag ging die Fahrt über die 65 und E 35 nach Trondheim. Trondheim empfing uns freundlich mit gleich zwei Mautstationen. Hinter dem botanischen Garten fanden wir einen schönen Stellplatz direkt am Fjord. Nach einem Besuch im Garten schlenderten wir in Richtung Zentrum. Die Innenstadt schien so nah. Als wir denn nun auch die Innenstadt erreicht hatten, machten wir sogleich eine Stadtbesichtigung daraus. In Trondheim liegen die Sehenswürdigkeiten sehr zentral. Hafenanlagen, Fischhallen, Dom und Altstadt gehörten zu unserem Interesse. Da die Sonne wieder strahlte, schafften wir auch noch den Weg zurück ins „Heim“. Nach einem feudalen Menü (Essengehen in Trondheim war uns zu kostspielig) kamen auch ein paar Runden "Phase 10" dazu. Die Nacht war sehr ruhig.

Heute am Montag konnten wir nun auch einen Einkauf durchführen. In einem Supermarkt besorgten wir uns Hvalbiff  - Walfleisch (schmeckt doch nicht nach Lebertran) und ein Paket Kartoffelecken aus der Gefriertruhe. Unseren Gastank konnten wir an einer Esso-Tankstelle ebenfalls preiswert nachtanken. Auf der anderen Straßenseite fanden wir auch noch eine Ver- und Entsorgungsstation und wir fuhren nun auf der E 6 Richtung Narvik.

Blick auf dem Botanischen Garten zum Fjord Das Tor zum Glück

Frühling in Trondheim Schön – nicht?

Café im Botanischen Garten

Hebebrücke - nicht mehr in Funktion Stadtbrücke Bybrua

Geil!

Festung vor Trondheim

Nidelva

Bildmontage. Domfassade -niemand öffnet?!

..die Stromsäulen dazu findet man überall in den Orten

Typische Winter - Standheizung

Bei Munkeby suchten wir abseits der Schnellstrasse ( 5 Kilometer von Levanger entfernt) eine Klosterkirchenruine auf. Der tolle Parkplatz davor diente uns als Stellplatz für ein skandinavisches Mittagessen. Bei dem guten Geschmack des Fleisches haben wir unser schlechtes Gewissen verdrängt. Auch als wir die E 6 hinter Steinkjer verlassen hatten, nahm die Bevölkerungsdichte (Bebauung) nicht ab. Unser nächster Wunsch ging ab hier in Erfüllung, wir fuhren auf der RV 17. In Bangsund fanden wir einen schönen Badeplatz zum Übernachten. Ein schöner Tag ging wieder zu Ende.

..köstlicher Geschmack Walfleischsteak

Klosterruine bei Munkeby

Ganz alleine auf dem Parkplatz vor der Ruine Parkplatz vor der Ruine

Ein toller öffentlicher Grill

Typischer Badeplatz eines kleinen Ortes Leider zu kalt zum Baden

Auch hier könnte man einige Tage verweilen Stellplatz in Bangsund

Dienstag, der 08.06.2004

Die Sonne weckt uns. Eine ruhige Nacht hatten wir zum Kräfte sammeln gebraucht und bekommen. Sehr viele landwirtschaftliche Nutzflächen begleiteten uns weiterhin entlang der RV 17. Erst als wir wieder an die Küste kamen schlugen unsere Herzen höher. Viele Fjorde unterbrachen die Küstenstrasse und wir durften die Fähren benutzen. Die Kosten für dieses Verkehrsmittel hielten sich bei unserem kleinen Gefährt noch in Grenzen. Unter 6 Meter und bisweilen ist der „Driver“ im Fahrzeugpreis enthalten. Auf der ersten Fähre bekamen wir einen Fahrplan sämtlicher Fähren des Küstenweges. Das Buch ist im Vorwege erhältlich unter http://www.rv17.no .Von nun an konnten wir unsere Zeit zwischen den Fähren planen. In Vennesund liegt direkt am Anleger der gleichnamige Campingplatz. ( 120 norw. Kronen) Wir waren drei Wochen unterwegs und die Zeit für einen Wechsel der Bettwäsche war gekommen. Nachdem wir die Arbeit schwitzend verrichtet hatten, blieb uns viel Zeit den Fährverkehr in der Tide zu beobachten.

Anfahrt zur nächsten Fähre
Anfahrt zur Fähre..

Wir werden bereits erwartet ...sie wartet bereits auf uns

Zigeunerleben ist schööön Morgenwäsche

Camping Vennesund Anleger beim Camping Vennesund

Bettwäsche wird gewechselt - :-(((( Wat mütt dat mütt !! Bettwäsche wird getauscht

Blick aus dem Hafen von Vennesund
Blick in die Hafeneinfahrt

Ab 06:00 Uhr war die Nachtruhe vorbei. Die erste Fähre fuhr vom Anleger. VE am Campingplatz und los ging es. Kleines Problem mit unserem Abwasserschlauchbehälter beseitigt (Halterung war abgerissen) und los geht es wieder bei strahlendem Himmel. Bei Skogno entdeckt mein Navigator ein Blumenkohlschild. Hinweis auf Höhlenmalerei. Nichts wie hin! Wir folgen dem Schotterweg ein paar Kilometer. Zwei weitere mobile Fahrzeuge waren kurz vor uns angekommen. Deren Besatzung und wir schnürten die Bergschuhe und bestiegen gemeinsam den Berg bis zum Höhleneingang. Schutzhelme aus einer Kiste wurden aufgesetzt und hinein. Unsere Begleiter hatten geologische Kenntnisse und zeigten uns mit geübten Blick Granatsplitter im Granit. Auch die stark verwitterten Malereien hatten wir gemeinsam auch entdeckt. In dieser Höhle wurden früher einmal Mühlsteine aus dem Granit gefräst. Misslungene Exemplare waren hier reichhaltig zu bewundern. Nach einem kurzem Abschied ging es für uns weiter zur nächsten Fähre Horn - Anndalsvägen. Hinter Forvik suchten wir die Steingemälde von Helleristningen. Ein Schild zeigte uns wieder den Weg. Stiefel an und los. - Nach ca. 10 Meter vom Parkplatz entfernt waren wir bereits da und wir fingen beide an zu lachen. Jetzt wurde erst einmal Mittag gekocht und die nachfolgende obligatorische Pause eingelegt. Nach der Fähre Forvik – Tjøtta fingen wir langsam an, uns nach einem Übernachtungsplatz umzuschauen. Fündig wurden wir allerdings erst sehr viel später. Eine große Brücke forderte wieder unser Budget (Maut). Die Fähre Levang – Nesna nahmen wir auch noch, da kein passender Platz erspäht wurde. (Man muss sich doch mehr Zeit nehmen!!) Auf dem Aussichtspunkt Sjønfjellet entdeckten wir einen Parkplatz. Der Ausblick von hier war grandios!!! Wir blieben.

Fährfahrt durch die Felsen Fährfahrt durch Felsformationen

Eine entgegenkommende Fähre ist vorbei Gegenverkehr

Na, kommen wir da durch? Staunendes Publikum

Klettertour zu den Wandmalereien Grottenbesuch mit tollen Begleitern

Experten der Deutsch-Norwegischen Gesellschaft Gigantisches "Loch"

Schöner Blick aus der Grotte Der Blick aus der Grotte

Geschafft, der nächste Anleger Ein Fähranleger von Vielen

Parkplatz für ein Mittagsschläfchen Parkplatz zum Mittagessen

Fantastisch!!! ---Wir sind in Norwegen--- Das Beste

Steinmalereien Felsenmalerei

Ein halber Mühlenstein Mühlsteinreste

Es ist schon sehr spät und trotzdem traumhaft Später Sonnenuntergang

Schwein gehabt.

Das glaubt uns kein "Schwein"! Diesen Satz entnehme ich aus Ernas Tagebuch. Die Sonne scheint schon wieder. Beim Frühstück um 09:00 Uhr mit Lockenwickler (Erna :)) im Pony, rangiert erst ein Bus, es folgt dann der Zweite auf den Parkplatz. Müde Menschen torkeln aus den Fahrzeugen, fotografieren den schönen Blick, wieder rein und weg. Wir auch, nichts wie wech! Wir verlassen jetzt die Küstenstraße und fahren Richtung Mo i Rana. Nach einem kurzen Einkauf tanken wir noch an einer Esso-Tankstelle. Beim Bezahlen bekomme ich dann rote Wangen. Trotz Werbeaufkleber will die Kasse unsere Eurocard - Kreditkarten nicht annehmen. Auch unser norwegisches Bargeld reicht nicht mehr für die Zeche. Mit den allgemein guten Englischkenntnissen der Norweger konnten wir dann über einen technischen Defekt der Onlineleitung nach Deutschland erfahren und eine alte Ritsch - Ratsch Maschine wurde ausgegraben, so dass der Fall nach 20 Minuten freundlich ausging. Wer eine Reise tut, der kann etwas Erleben. Bevor wir zum Polarcirkel fahren, haben wir noch zwei weitere Ziele. Das Svartisen - Gletschergebiet und der Saltfjell - Nationalpark. Auf dem Weg zum Gletscher kommt ein Abzweig zur Setergrotte und zur Grønligrotte, dem wir folgen. auf dem Parkplatz angekommen, müssen wir erfahren, dass erst in 4 Stunden die nächste Führung statt findet. Nach einer Tasse Kaffee und einem Gang zum Grotteneingang beschließen wir weiter nach Storvoll zu fahren. Die Wanderung rauf in den Saltfjell - Nationalpark war ein Genuss nach den vielen Kilometern der letzten Tage. Den Polarcirkel erleben wir wie erwartet. Viel Trubel und Kommerz. Ich stecke auch ein paar Ansichtskarten in den Kasten und wir fahren weiter. In Storjord biegen wir auf die 77 ab. Die Fahrt nach Graddis ist wieder ein großes Vergnügen. Hier finden wir einen kleinen Campingplatz bei einem Bauern. Ich habe lange nach einem Wasserhahn gesucht, bis ich erkennen musste, hier gibt es nur Wasser im Sanitärraum. (Norden, Frost etc.) Na ja -

Die Setergrotte Parkplatz an der Setergrotte

Da soll ich rein? Neee! Grotteneingang

Der Ranaelvastrom

Im Stormdal

Flora und Fauna können hier begeistern

Kein Mensch darf hier einwirken. Natur pur.

Der Polarkreis

Steinmännchen soweit das Auge reicht

Der Kiosk und die Post

Hier ist was los!

Tschüß Norwegen, hallo Schweden.

Auf dem Bauerncamp Graddis Fjellstue in Røkland, haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht. (100 norw. Kronen).  Die Skandinavier sind im Juni allgemein sehr euphorisch. Wir waren während unserer Anwesenheit ausschließlich auf uns angewiesen, da die Leute ein Fest in der Scheune zu feiern hatten. Trotzdem konnten wir mit unserer Ausrüstung Wasser zapfen und auch unser Grauwasser per Eimer in dem Chemieklo loswerden. Die schwedische Grenze war nah und ohne Kontrolle ging es weiter. Wir fuhren ab hier immer leicht abwärts. Die Vegetation war karg und das Land erschien uns trostlos. Nach der 77 ging es weiter über die 95, dann über eine Querverbindung zur 45 zwischen Seen hindurch. Einige Rentiere querten unseren Weg, manche wollten erst von der Straße verjagt werden. Nach den vielen grandiosen Bildern der letzten Woche kam unser Frust über die Eintönigkeit Lapplands immer deutlicher zum Vorschein. Einen Übernachtungsplatz fanden wir schnell an einem See.

"Rentierjagd"

Am Straßenrand


 Schöne Stellplätze finden sich schnell


Habe ich hier Satellitenempfang?

Weiter!

Ziel: Botnischer Meerbusen. Ohne Frühstück geht es weiter. Wir wollten heute einmal frische Brötchen! - In Storuman werden wir fündig. Diese Stadt ist die Hochburg der Samen. Die Saison hat hier leider noch gar nicht begonnen. Gerne hätten wir uns ein wenig über die handwerklichen Fertigkeiten der Sami erfreut. Aber die Gehsteige sind noch hochgeklappt. An einem Geldautomaten können wir schwedische Kronen ziehen und sogleich auch ein wenig für Lebensmittel und Diesel im Dorf lassen. Einen gemütlichen Frühstücksplatz fanden wir dann zwischen zwei der vielen Seen. Die E 12 geht es weiter bis Lycksele. Den Abzweig zur 353 nach Bjurholm finden wir, aber leider nicht die Haupttrasse, sondern einen Schotterweg, den wir ca. 40 Kilometer durchrumpeln. Ich gestehe: Ich war der Navigator und die Frau ist gefahren!!!! Obwohl wir unterwegs zwei freie Elche auf der Fahrbahn entdeckt hatten, wollten wir in Bjurholm zu einer Elchfarm mit Museum. Der Besuch war zwar sehr teuer, aber auch interessant.

In Deutschland undenkbar Gesehen auf dem Parkplatz

Wie niedlich Elchkalb

Auch ich muss einmal pieschen :-)

Ein großes Tier!

Elchfütterung

Ich glaub mich knutscht ein Elch!

Ein großes wildes Tier Was guckst Du?

Samtiges Fell

Niedliche Kälber im Gehege

Heute ist Sonntag. Endlich konnten wir wieder einmal über die Satellitenschüssel den Wetterbericht "holen". Oft hatten wir wegen der hohen Bäume oder wegen der Lage in den Bergen keinen Empfang. Die Wetteraussichten sind wieder sehr gut! Wir fahren über Nordmalig auf die E 4. Die Landschaft wird jetzt schlagartig abwechslungsreicher. Der Botnische Meerbusen ist noch nicht direkt zu sehen. Nach den vielen Kilometern durch die Einöde von Lappland und Norrland brauchen wir jetzt eine Entspannung. Wir suchen den Campingplatz Gullvik etwas abseits von Örnsköldsvik als Quartier für uns aus. Den Tag verbringen wir mit einer ausgiebigen Wanderung und Pflegearbeiten im und am Hotelzimmer. Nachts hat es dann tüchtig geregnet.

Gullvik Camping

Ausblick auf den Busen

Schöner Quarzstein

Bitte nur auf das Wasser achten!

12 Grad, Kinder baden!

Schlechtwetterunterstand brauchen wir nicht

Heute am Montag, den 14.06.2004

schien die Sonne wieder, es windet aber kräftig. Auf unserem Rückweg zur E 4 entdecken wir eine achteckige Kirche im Ort. Die Kirche stammt von 1880 und ist noch wunderbar erhalten und sehenswert. Über Bjästa geht es nach Näske zum Naturschutzgebiet Skuleskogen im Norden des Küstenabschnittes Höge Kusten, einem Nationalpark. Nach ein paar Kilometer Schotterweg haben wir den ausgeschilderten Parkplatz gefunden. Wir parken das Fahrzeug so, dass wir auch über Nacht bleiben können, denn der Parkplatz gehört noch nicht zum Naturschutzgebiet. Rucksack gepackt und los. Durch Wald, an Gewässern vorbei, über Felsen und Geröllhalden bis auf eine Höhe von 160 Meter. Hier können wir die berühmte Schlucht Slåtterdalsskrevan, eine 200 m lange, 40 m tiefe und 7 m breite Felskluft, durchsteigen und den Blick über die Scheren genießen. Den Rückweg gehen wir im ausgeschilderten Rundkurs. Ca. 25 Kilometer haben uns geschlaucht und wir schlafen tief und fest.

Evangelische Kirche

Holzmarmor

Rundungen des Meerbusens

Ohne Treppe - keine Chance

Der Himmel ist blau, der Wind bläst immer noch sehr kräftig. Die E 4  fahren wir Richtung Sundvall. Der Ort Harnösand ist 1800 abgebrannt, damals alles Holzhäuser. Wir sind enttäuscht von dem heutigen Stadtbild und genießen nur die frischen Brötchen und fahren weiter .Bei Hudiksvall biegen wir auf die Halbinsel Hornslandet. An der Landspitze soll laut Führer ein guter Campingplatz sein. Die Fahrt dorthin gestaltet sich als kleiner Alptraum. Baustelle! Diese Art von Baustelle sehen wir zum ersten Mal. 20 Kilometer Horror. Riesen Schlaglöcher in der Piste und das ohne Vorwarnung. Der Platz macht einen guten Eindruck. Da heute das Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft während der EM stattfindet, versuchen wir auf dem Platz eine Lücke in den hohen Bäumen für den Sat - Empfang zu finden. Geht nicht! Also wieder ausgecheckt und zurück.... 20 Kilometer, Schlag auf Schlag. Am Ende finden wir einen kleinen Parkplatz an einer Infotafel, der freien Südblick bietet. Während des Spiels (22:00 Uhr) kommt ein riesiger Tieflader mit einer Maschine darauf, die er auf dem Platz rangiert. Na ja, geht noch. - 23:30 Uhr, wir sind bereits im Alkoven, nächster Laster mit einer großen Baubude rangiert neben uns. Jetzt wird es schon etwas enger. Ich ziehe mich an und frage nach, ob da noch mehr kommt? In perfektem Englisch erklärt der Fahrer, dass hier in Schweden im Sommer Tag und Nacht gebaut wird und zwei weitere Ladungen mit Straßenbaumaschinen unterwegs sind. Da die Gefahr bestand zugestellt zu werden, zogen wir um 23:55 Uhr weiter. Tatsächlich kamen uns kurze Zeit später die großen Transporter entgegen. - Nächstes Problem, der Dieseltank war fast leer. Da es fast Taghell war, fanden wir in Hundigsvall eine offene Tankstelle. Einen Stellplatz fanden wir in der Stadt leider nicht. Fündig wurden wir erst einige Kilometer südlicher auf einem Picknickplatz an der E 4. Wir gingen gegen 01:30  Uhr in den Alkoven und kamen erst gegen 10:00 Uhr wieder zu uns!!


Ruhiger "Trostplatz" an der E 4

Parkplatz am Nationalpark Skuleskogens

Brücke bei Sund

Von den Ereignissen der letzten Stunden gezeichnet, beschließen wir nach Stockholm zu fahren. Das Wetter ist nicht optimal und so fahren wir los. Gävle, Uppsala und dann beginnt das Straßenchaos von Stockholm. Jetzt wäre ein Navigationsgerät praktisch. Mit sehr viel Mühe finden wir den Campingplatz Ängby Camping. Es ist bereits später Nachmittag und die Laune auch nicht so toll - und jetzt noch das! Beim Einchecken verweist ein sehr unfreundliches junges Ding auf einen Zettel. Inhalt kurz: Camping Card International wird nicht anerkannt! Skandinaviencard ist Pflicht! Keine Diskussion, ich sollte die Karte erwerben, um auf den teuren engen Platz fahren zu dürfen. Warum das so ist, konnte nicht erklärt werden. Na dann Tschüß.- Ja aber, wenn Sie im voraus bezahlen mache ich doch einmal eine Ausnahme. - Dass Sie uns dafür zwischen Dauercamper auf die engste Parzelle verfrachtete sei nur nebenbei erwähnt. Es war zum Glück die einzige negative Erfahrung im zwischenmenschlichen Bereich. Ausgiebige Körperpflege, ein Programm für den nächsten Vormittag und Stockholm war für uns erledigt.

Stammsitz der Schwedischen Königs Schloss Drottningholm

Kanonenfutter?

Älteste Theater Europas

Sehenswerter Park

Wache des Königs

Goldiges Tor

Also Stadtbesichtigungen sind wirklich nicht unser Fall. Wir wollen uns jetzt auf den Götakanal konzentrieren! Ein großes technisches Bauwerk, das zum Nationalstolz der Schweden gehört. Vorher statten wir Nyköping einen Kurzbesuch ab. Der Hungerturm und die Saabproduktionsstätten reizen uns. Hungerturm wurde leider Restauriert und bei Saab gibt es in dieser Stadt keine Besichtigungen. :-( Tanken, Frischfutter geholt und weiter zum Roxensee. Hier haben wir endlich wieder einen schönen ruhigen Stellplatz an einem Badeplatz, nur für uns! Wir erholten uns gigantisch.

Blumenschlüssel von Nyköping

Stromschnelle in Nyköping

Fröhliches Mädchen im Sulky

Heimeliger Stellplatz am Roxensee Stellplatz traumhaft!

Blick von der Ruine auf den See

Badeplatz am Roxensee

Der Götakanal

Die Schleusen des Kanals üben einen großen Reiz auf alle Technikfreaks aus. Historie und Technik sind es wert sich das Bauwerk an verschiedenen markanten Stellen anzuschauen. In Ljungsbro haben wir noch das Glück, das Schleusen eines der berühmten Passagierschiffe beobachten zu können. Die Diana wird raufgeschleust. Es folgen einige Segelboote rauf und andere wieder herunter. Auch in Motala sind die Anlagen in einem sehr guten Zustand. Unseren Übernachtungsplatz finden wir auf einem Wanderparkplatz am Omberg, am Ufer des Vättern Sees. Ein Gang über den Rundwanderweg beschließt einen schönen Tag.


Ein Kommen und Gehen


Das Schiff schwimmt auf


Straße frei für die Diana


Die Diana fährt in die erste Schleuse


Ob das wohl Schrammen gibt?


Passend gebaut

Nach dem Rundgang fing es leicht an zu regnen. Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir am nächsten Morgen an den Täkernsee zum Glänås Vogelschutzgebiet. Die Begehung des Rundweges haben wir nun endlich einmal im typischen Regenwetter Skandinaviens durchgeführt. Die Toilette des Parkplatzes haben wir zur Entsorgung benutzt. Frischwasser haben wir im Anschluss an einem Wasserhahn eines Friedhofes auftanken können. In Rök haben wir dann den Rökstenen (Runenstein) in Augenschein nehmen können. Beeindruckende Zeichen und eine deutsche Übersetzung können wir Erleben. Der Regen ließ nicht nach. Die Fahrt am Ufer des Vättern war daher auch nicht beeindruckend. Im Ort Gränne, bekannt für seine rot-weiß geringelten Zuckerstangen (Polkagrisar), haben wir uns wie in Timmendorfer Strand an der Ostsee zur Hochsaison gefühlt. Viele Menschen und sehr viele Kitschläden. Über Jönköping hinaus sind wir auf eine Nebenstrecke ausgewichen. Nachdem wir auf einem Parkplatz an der Straße das Fußballspiel Deutschland gegen Lettland haben über uns ergehen lassen, fahren wir ins Hyltebruk Naturreservat und finden hier wieder einen ruhigen Schlafplatz für die Nacht.


Schwedens Mohnblumenfelder

Runenstein


Milchzapfstelle


Rastplatz im Hyltebruk Naturreservat


Wohin?


Auf zur Vogelwarte Glän
ås

Sonntag, der 20.06.2004.

Wir fahren nach Halmstad - Tylösand. Hier, am Kattegatt, schließt sich unser Skandinavienkreis wieder. Das Wetter ist leicht wechselhaft und wir wandern einen schönen Weg am Strand entlang. Eine alte Holzkirche mit separaten Turm besichtigen wir. Unsere letzte Nacht in Schweden verbringen wir in einem Skigebiet. (Stellplätze sind hier wieder sehr schlecht zu finden. -)


Brandung am Kattegatt


Glockenturm aus Holz


Infoweg für Familien


Spazierweg am schroffen Strand


Kleine Wochenendkolonie


Letzter Stellplatz in Schweden

Rückweg über Dänemark

Den Rückweg werden wir über die Vogelfluglinie nehmen. Auf der Fährpassage Travemünde - Trelleborg, sind wir an den Kreidefelsen von Møn vorbei geschippert. Die Insel kennen wir noch gar nicht und so fahren wir von Helsingør an Kopenhagen vorbei zur Insel Møn. Zuvor besuchen wir aber noch eine Attraktion, den Stevns Klint. Ein 15 Kilometer langer Steilküstenstreifen mit einer zur Hälfte abgerutschten "Kirche aus Kreidestein" in Højerup. Unser Camp schlagen wir im Anschluss auf dem Campingplatz Møns Klint auf. Ein sehr schöner Platz! Hier dürstet es uns nach Fastfood und dänischem Bier.

Blick zurück auf Helsingborg
Abfahrt in Helsingborg


Gamle Kirke in Store Heddinge


Hinteres Kirchenschiff abgebrochen


Museumsbesuch am Klint

Straßenwalze vor dem Museum

Überall muß die Frau hinein?

Møn

Am nächsten Tag gewitterte es am Vormittag mächtig. Also genießen wir ein dickes Frühstück im Hotelzimmer. Ab 12:00 Uhr hellte es sich auf. Rucksack gepackt und mit viel Infomaterial von der Rezeption geht es los. Die Kreidefelsen sind sehr imposant. Über 120 Meter strecken sich die weißen Wände in die Höhe. Wir wanderten oben entlang und steigen steile lange Treppen nach unten, um dort die gleiche Strecke nochmals zu begehen. Einen Wanderfalken konnten wir ganz nah beobachten und die vielen Seeschwalben waren fleißig am Füttern. Am späten Nachmittag haben wir bei einem Bier wieder den blauen Himmel genossen. Ein schöner Abschluss!


Einfach toll!


Grandiose Steilküste


Hier geht es steil bergab


Junger Wanderfalke


Da drüben liegt Rügen


Die Kreide funktioniert wirklich

Dieses Bild durfte ich eigentlich nicht ins Netz stellen!
Sonne tanken am Kreidefelsen


Die Steilküste geht zu Ende


Buchenwald oberhalb der Steilküste

Eine schöne Reise geht zu Ende.

Bis Rødbyhavn ist es nicht mehr weit. "Wir satteln die Pferde" und rollen gemütlich zur Fähre. Die Überfahrt ist kurz. In Puttgarden angekommen erinnern wir uns an ein kleines Restaurant in Burg auf Fehmarn. Unsere Lust auf eine bezahlbare rustikale deutsche Fischplatte ist groß. Wir wurden auch nicht enttäuscht. Gegen 16:00 Uhr sind wir heute am 23. Juni 2004 wieder In Schillsdorf als rundum glückliche Reisemobilisten.

So möchten wir unsere Plätze immer vorfinden!
Für uns die schönste Art zu Reisen

Typischer Morgenkaffee auf der Schlafwiese im Mobil
Wann geht es wieder los?

Zusammenfassung

Unsere Träume über die Natur, die Menschen und das Wetter wurden mehr als nur bestätigt. Norwegen ist mit allen Natur-Facetten gesegnet. Durch die geographische Lage bekommt man viele neue Einblicke in unsere schöne Welt. Natürlich bekommt man in einer relativ kurzen Zeit nur einen groben Überblick. Das Land lädt aber ein, hier auch eine längere Zeit an verschiedenen Punkten zu verweilen. Angelfreunde kommen an den Küsten auf ihre Kosten, da hier keine Genehmigungen nötig sind. Boote zum Befahren der Fjorde und/oder zum Angeln sind zu Miete vorhanden. Den Menschen kommt man dann näher, wenn man sich auf einem Campingplatz befindet und auf diese auch zugeht. Kontakt auf grauen Stellplätzen zu bekommen ist fast unmöglich, es sei denn man fragt die Leute ob man bei ihnen vor der Tür Übernachten dürfte. Selten wird man Abgewiesen. Nach anfänglicher Unsicherheit hatten wir aber schnell den Blick für unsere Stellplätze entwickelt. - Wanderparkplatz oder Badeplatz kleinerer Orte und Parkplätze an Skigebiete. - Auch Campingplätze haben wir angefahren. Das Preisniveau ist sehr unterschiedlich. Das Jedermannsrecht sollte man nicht zu wörtlich nehmen! Viele Verbotsschilder zeigen auf, dass bereits viele Unholde vor uns hier waren. In Norwegen hatten wir auch keine Probleme unsere Abwässer und Abfälle fachgerecht zu entsorgen. In Schweden mussten wir schon öfter eine Möglichkeit für Grauwasser suchen. Für technisch Interessierte sei noch erwähnt: Eine Steckdose hat unser Mobil nicht benötigt. Durch Solarstrom und Lichtmaschine füllte sich unsere 80 Ah Gelbatterie täglich wieder auf. Der Batteriecomputer erleichtert die Kontrolle und bringt Sicherheit. Unser T4 - Fahrgestell mit Automatik hatte einen Durchschnittsverbrauch von 11,2 Liter. Diesel war bis auf Dänemark überall teurer wie bei uns in D. Unsere Gas-Tankflasche (10 Kilo) haben wir zwei Mal nachgetankt. Die Reserveflasche haben wir nicht benötigt und somit die 22 Kilo umsonst mitgeschleppt. Heizen mussten wir auch nur gelegentlich im Fjell. 6150 Kilometer haben wir zurückgelegt und 38 Übernachten gehabt. 9 Übernachtungen haben wir auf Campingplätze verbracht, den Rest konnten wir frei Stehen.

Im Wiederholungsfalle würden wir die Reise im Norden beginnen und so erst über Schweden hinein fahren, um dann Norwegen von Nord nach Süd zu genießen. Man hätte damit die langweilige Fahrt durch die Einöde bereits hinter sich! Wir haben allerdings bewusst die Lofoten und Finnland ausgelassen, da wir eine weitere Reise planen. Dann soll die Anreise über die baltischen Länder erfolgen und der Rückweg geht über Finnland zu den Lofoten und über Norwegen zurück. Wünsche darf man ja haben.

Wir bedanken uns bei den vielen Reiseberichtschreibern. Diese Informationsquelle hat uns einige Ziele aufgezeigt und bei der Planung unserer Reise sehr geholfen. Vielleicht helfen unsere Zeilen ebenfalls Anderen Träume zu verwirklichen.

E N D E

Copyright © 11/2004
by Manfred Kletzien
Letzte Aktualisierung:
19.02.2007