Augustreise 2002

Seit Freitag, den 13. Juli 2001 sind wir nun stolze Besitzer eines Reisemobils. Eine größere Tour führte uns bereits in den Monaten Februar bis Anfang April 2002 nach Spanien, Portugal und Frankreich. Da wir ebenfalls im Jahr 2000 mit einem Wohnwagen-Gespann eine ähnliche Reise unternommen hatten, konnten wir nun die Vorteile eines kleinen Reisemobils nutzen und fuhren von Station zu Station. Dabei nutzten wir jedoch fast ausschließlich Campingplätze. Jetzt war es an der Zeit eine Reise auf Stellplätze in deutschen Landen zu unternehmen, um auch diese Möglichkeiten kennen zu lernen. Nach einigen Vorbereitungen starteten wir am ...

Freitag, den 23.August 2002 in Schillsdorf - Gnarrenburg Brillit (174 km)

verließen die Autobahn bereits wieder nach dem Elbtunnel und fuhren auf einer Bundesstraße weiter in Richtung Stade. Der Bordatlas von Reisemobil-International und die Software von Promobil half uns jeweils die ausgesuchten Stellplätze zu finden. In Stade machten wir unseren ersten Stopp.

Vor dem Standesamt

Straßencafe

Standesamt in der Fußgängerzone

Straßen-Cafe

Die sehr gut erhaltenen bzw. restaurierten Fachwerkhäuser und andere historische Bauwerke haben uns sehr beeindruckt.

Schiffkran

Alte Hafenanlagen

Schiffs - Entladekran

Hafenflair

...nach einem guten Essen geht die Reise weiter zum ausgesuchten Übernachtungsplatz in Gnarrenburg / Ortsteil Brillit. Der Stellplatz liegt an einem Sportplatz. Am späten Nachmittag konnten wir uns am Fußballspiel einer jungen Damenmannschaft erfreuen und danach eine ruhige Nacht verbringen.

Gnarrenburg-Brillit

Am Sportplatz in Brillit

Gnarrenburg/Brillit

Ein ruhiger Übernachtungsplatz

Samstag, den 24.August 2002 Gnarrenburg – Damme (124 km)

Sehr schwül und sehr warm begrüßt uns der Tag. Unser Tagesziel Damme bzw. der Dümmer See. Hier findet am heutigen Abend das Feuerwerk der „Dümmer brennt“ statt. Der Stellplatz befindet sich direkt am See und ist bereits am Vormittag stark besucht. Eine 27 km-Fahrradtour um den See herum und die Vorfreude auf das Feuerwerk füllten den Tag. Die Schwüle endet mit einem Unwetter gegen 18:00Uhr. Es fliegen die Bäume und die Erde scheint unter zu gehen. Massen von Wasser fließen am Mobil vorbei. Das Feuerwerk ertrinkt und fällt aus. So wie wir sind hunderte Besucher enttäuscht.

Unwetterfolgen

Mit W&I in Spanien 2002

Unwetter am Dümmersee

Mit I&W im März 2002 in Spanien am Hafen

Sonntag, den 25. August 2002 Dümmersee – Osnabrück (56 km)

Anfahrt Osnabrück

Wieder trocken und die Luft ist gereinigt, nun fahren wir bei etwas nebeliger Sicht weiter Richtung Osnabrück. Wir sind hier mit Reisemobil-Freunde (I&W) verabredet. Noch einen kurzen Umweg über Bissendorf (Ver- und Entsorgung bei der Firma Veregge & Melz) und schon stehen wir dank Routenplaner bei unseren Freunden mitten in der Stadt und in der  Fußgängerzone vor der Tür. Unser Stellplatz ist für die nächste Nacht trocken und sicher. Nach einem herzlichen Empfang plauschen wir, essen gut und spielen Karten, wie bei unseren gemeinsamen Stunden so wunderbar üblich.

Auf dem Hof von Walter

Erinnerung an Portugal 2001

Osnabrück - Sehr Privat

Erinnerungen an Portugal anno Februar 2000

Montag, den 26. August 2002 Osnabrück – Rotenburg an der Fulda (247 km)

Anfahrt Rotenburg an der Fulda

Abschied war nicht einfach, aber das nächste Ziel steht auf dem Plan. Wir fahren ein paar Kilometer auf der Autobahn, denn heute haben wir uns etwas mehr vorgenommen. Als wir in Rotenburg ankommen, zeigt das Außen-Thermometer bereits über 30 Grad. Im Inneren des Fahrzeuges ist davon dank Klimaanlage nur wenig zu spüren. Der mehrfach ausgezeichnete Stellplatz ist zwar recht voll, wir erwischen dennoch einen guten Platz, halb im Schatten, halb gut gewärmt. Für eine Stadtbesichtigung sind wir immer zu haben und ein Cafe gibt es mit Sicherheit auch hier in Hessen.

Die Angler von Rotenburg

Die Brücke über die Fulda

Durchgang zur Fulda

Finanzverwaltung!!

Nostalgischer Durchgang zum Fluss

Hessische Finanzverwaltung (Schloss)

Dienstag, den 27. August 2002 Rotenburg – Brotterode (Thüringen-Rennsteig) (148 km)


Weg über Brotterode

Nach einer sehr schwülen Nacht geht nach einer Ver- und Entsorgung unsere Fahrt über Bebra - Eisenach - Rhula nach Brotterode. Das Wetter zeigt sich wieder von der warmen Seite. Hier wollen wir eigentlich eine empfohlenen Wandertour unternehmen. Da wir nicht auf Anhieb einen geeigneten Parkplatz in dem kleinen Ort finden, landen wir vor einem Schwimmbad. Ja, es ist sogar ein Thermalbad. Wir schauten uns in die Augen und sagten ja zu einem längeren Aufenthalt im Schwimmbad. Nach drei Stunden im Bad, in der Dusche, auf der Rutsche und im Whirlpool hatten wir genug und weiter ging es über Schmalkalden, Suhl nach Eisfeld. Hier fanden wir einen einfachen aber ziemlich ruhigen Stellplatz. Natürlich besichtigten wir die Stadthöhepunkte. Später am Abend hören wir in der Ferne Gewitter und es regnet stark.


Thermalbad in Brotterode

Schloss in Eisfeld

Thermalbad in Brotterode

Schmiedekunst im Eisfelder Schloss

Mittwoch, der 28.August 2002 Eisfeld - Kulmbach (66 km)

Im Gebiet um Schmalkalden hat ein Unwetter in der Nacht Überschwemmungen gebracht. Hier in Eisfeld, nur einige Kilometer entfernt haben wir Glück gehabt. Da sag mal jemand wir hätten immer schlechtes Wetter im Urlaub! Bis Kulmbach war es durch die Feuchtigkeit sehr diesig aber ab mittags kam wieder die Sonne und wir schwitzen wieder. Besonders warm wurde uns auf dem Fußmarsch zur Plassenburg hinauf. Besichtigung im Zinnfiguren - Museum. Als kleiner Junge war Manfred zweimal hierher "verschickt" worden. Nun galt es die Erinnerungen aufzufrischen. Ein Stadtbummel, ein Trachtenkleid und dann Abends im Mönchbräuhaus rundeten den Tag gefällig ab.

Straße nach Kulmbach

Burgblick vom Rehberg

Frühstück auf dem Weg nach Kulmbach

Blick auf die Plassenburg

Innenhof der Plassenburg

Mönchshofbräu am Abend

Der Innenhof der Burg

Jubiläumsbräu ist schöön!!

Wir verlängern um einen Tag, denn das Bier war lecker. Mit dem Fahrrad erkunden wir den Rehberg (sehr steil) und genießen eine fantastische Aussicht. Das Heim haben wir zwar wieder gefunden, machen jedoch einen sehr großen Bogen herum. Durchgeschwitzt finden wir im dem Stellplatz nahe gelegenen Schwimmbad eine Dusche und Erholung in einigen Runden im Schwimmbecken. Abends genehmigen wir uns noch einige Biere im Kummunenbräu und lassen es uns so richtig gut gehen.

Freitag, der 30. August 2002 Kulmbach – Thierstein (69 km)

Fahrt auf der B 303 Nach Wunsiedel – Luisenburg. Ein schöner Rundwanderweg mit einem über 900 m liegenden Aussichtspunkt und am Ende ein Felsenlabyrinth lassen uns hungrig werden.

Felsenlabyrinth
Im Felsenlabyrinth

Mit voll geschlagenem Bauch (Erna kocht) setzen wir unsere Fahrt kurz fort und erreichen am Nachmittag den tollen Stellplatz in Thierstein. Unser Ziel ist erreicht. Von diesem ruhigen Stellplatz aus unternehmen wir in den nächsten Tagen unsere Wanderungen im Egertal und genießen die dörfliche Ruhe und die Speisen der Lokalitäten.
 

Blick von oben in das Egertal

Burgruine von Thierstein

Blick in das Tal

Die Burgruine von Thierstein

Das erste Bier

Im Egertal an den Fischteichen

Das erste Bier ist immer das Schönste

Fischteiche im Egertal

Wetterwolken

Stellplatz in Thierstein

Viel Natur und freundliche Menschen

Das Beste auf dieser Reise

Bis zum Dienstagmorgen, den 3. September bleiben wir in Thierstein. Ein kurzer Besuch der Porzellanstadt Selb mit den vielen Fabrikverkaufsstellen, ein Tankstopp in Tschechien und zum Mittag ein Cola/Weizenbiergemisch genehmigen wir uns zwischen den vielen Wanderkilometern um Thierstein herum.

Dienstag, der 03. September 2002 Thierstein – Saalfeld (110 km)

Himmel grau, aber trocken fahren wir über Lichtenberg nach Saalfeld. Gegen 10:20 Uhr treffen wir kurz vor Hof Renate und Wolfgang B. mit Frankia - Reisemobil und Motorradanhänger auf der Straße. Leider war der Augenblick für die Beiden zu kurz um auch uns Leichtgewichte zu erkennen. In Lichtenberg haben wir das Höllental bewandert. Aufregend war nur der Stellplatz, da das Wetter leider doch nicht mitspielte. Über Steben erreichen wir dann Saalfeld unser Tagesziel. Stellplatz auch hier i.O. Lebhafte Stadt, viele Geschäfte und gutes Bier. Gebäudestruktur gut restauriert. Ruhige Nacht, fast alleine.


Stellplatz in Lichtenfels

Der Hirschsprung

Stellplatz am alten Bahnhof in Lichtenberg

Hirschsprung im Höllental

Stellplatz Saalfeld

Gaubenpracht in Saalfeld

Stellplatz in Saalfeld

Prachtvolle Gaube

Mittwoch, der 04. September 2002 Saalfeld – Quedlinburg (173 km)

Heute scheint die Sonne wieder in hellblauer Pracht. Unsere Fahrt führt uns über die Bier-Burgen-Straße nach Harzgerode. Hier machen wir einen Zwischenstopp, denn es ist Mittagszeit. Der Stellplatz ist gut ausgezeichnet und befindet sich im Zentrum. Auch hier sind viele Gebäude bereits restauriert und an einigen wird noch „gebastelt“. Schnell haben wir ein urgemütliches Bistro gefunden und einen Plausch mit Einheimischen geführt. Den Stellplatz in Quedlinburg haben wir bei der ersten Anfahrt übersehen, obwohl er gut ausgeschildert ist. Es ist ein Parkplatz mit separaten Mobilplätzen. Die Ausstattung ist noch sehr neu und die Ver- und Entsorgung funktioniert prima. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen sind freundlich und der Marktplatz ist am Abend ein Erlebnis. Stadtführungen werden auch am späten Abend durchgeführt und die muss man erleben! Nennenswerte Biere, wie „Puparschknall“ und „ Kuttenfurz“ muss man im Lübbe-Bräuhaus auch probiert haben. Da der Stellplatz direkt an einer belebten Straße liegt, brechen wir am nächsten Tag wieder auf.

Stellplatz Quedlinburg

Fassaden am Marktplatz

Stellplatz direkt am Dom

Nur einige der schönen Fassaden

Bach durch Quedlinburg

Kleines Fachwerkhaus am Dom

Romantischer Bach durch die Stadt

Mobile Dimensionen

Donnerstag, der 05. September 2002 Quedlinburg – Wolfsburg – Celle (171 km)

Auf der Romanikstraße fahren wir Richtung Wolfsburg zur Autostadt. Hier besichtigen wir die Weltausstellung und machen eine beeindruckende Werksbesichtigung. Da wir am Nachmittag den Stellplatz in Wolfsburg nicht finden!! ..fahren wir weiter nach Celle , der Partnerstadt von Quedlinburg. Der Stellplatz liegt direkt an der Aller ist aber sehr voll. Am nächsten Tag besuchen wir Celle. Nachdem wir Quedlinburg noch im Kopf und in der Seele haben, sind wir maßlos enttäuscht von der Atmosphäre! So viel Kommerz und so wenig Herz haben wir empfunden.
 

Porsche mit Miniwohnwagen

Stellplatznachbar vor der Autostadt in Wolfsburg

Das alte Rathaus von Celle

Schloss von Celle

Einkaufsstraße in Celle

Das Schloss

Fassaden aus Fachwerk

Freitag, der 6. September 2002 Celle – Hermannsburg in der Lüneburger Heide (28 km)

Das gute Wetter lädt zur Bewegung ein. Wir haben uns mittags entschlossen Celle zu verlassen und nach Hermannsburg zu fahren. Hier erwartet uns ein ruhiger Stellplatz, der zwar hoch frequentiert ist, aber genug Raum für Alle bietet. Den Nachmittag machen wir eine Fahrradtour durch die Heide und genießen die Ruhe und am Abend auch einmal wieder die Nachrichten im Fernseher. Die Ver- und Entsorgung hat auch hier gut funktioniert.

Stellplatz in Hermannsburg/Heide

Kartoffelerntemaschine

Sehr ruhiger Platz an Rande des Ortes

Kartoffelernte in der Heide

Samstag, der 07. September 2002 Hermannsburg – Schillsdorf (186 km)

Unsere kleine Stellplatz - Erfahrungstour neigt sich dem Ende. Unsere Bilanz sieht eigentlich gut aus. Deutschland ist durchaus befriedigend mit einer Reisemobil-Stellplatz-Struktur versehen. Die von uns besuchten Plätze haben in der Regel das gebracht, was das Papier und wir uns davon versprochen hatten. Ruhige Lagen und kostenlose Plätze sind leider in der Minderzahl. Thierstein machte für unsere Bedürfnisse die große Ausnahme, hier haben wir auch gerne die Spendenbox befüllt. Die Ver- und Entsorgung ist auch nicht immer einfach zu Händeln, aber zu diesem Hobby zählt auch diese unangenehme Pflicht. Eine Vereinheitlichung der Systeme wäre wirklich wünschenswert.

Wir freuen uns auf unsere nächste Tour im Oktober und werden wieder die Nächte auf ausgewiesene Stellplätze verbringen.


E N D E